Pointner Dann dreh durch
 

Pointner: "Dann dreh' ich durch"

  • Bild:
  • 31.12.2011 | 09:30 | (sport10)

    ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner analysiert auf sport10.at das Geschehen im Adlerhorst. Teil 6: Wer beim Dreifacherfolg Demut zeigte und warum man keinen "Schiss" vor Deutschland hat.

    Für ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner war der Bewerb in Oberstdorf ein aufreibender Marathon. In seiner Adlerlyse auf sport10.at erklärt er, was ihn bei seinen drei Topspringern freut, was die Adler in Garmisch erwartet und warum sich die Österreicher vor niemanden fürchten müssen.

    Das Highlight: Die Sieger beim Dreifacherfolg

    Alexander Pointner: "Gregor hat sich sehr weiterentwickelt. Früher hätte er den Vorsprung, den er jetzt hat, jeden spüren lassen. Heute ist auch Demut dabei. Bei Morgenstern, so schlimm es für ihn beim Training war, so hat sich jetzt wieder was Positives getan, er hätte das heute auch gewinnen können. Kofler muss einen Schutzengel gehabt haben, er hatte so viel Aufwind, dass wir schon Angst um ihn hatten, im letzte Flugteil kam noch der Rückenwind dazu." 

    "Natürlich war er (Kofler, Anm.) enttäuscht, wenn er es so sieht, dass er einen Schutzengel gehabt hat, wird er erkennen dass es gut war."

    Das Negative in Oberstdorf: Die Verhältnisse

    "Gott sei Dank hat die Jury beim Abbruch endlich Courage gezeigt und die guten Springer nicht vorgeführt. Es war nur noch ein Hin- und Herspringen. Wir haben nix davon und die Fans haben nix davon, wenn es die Besten raushaut. Unser Ziel muss ja sein in die 'Prime Time' zu kommen (lacht).

    "Bei der Windregel neigt man dazu, einen Bewerb unbedingt durchzupeitschen. Im Abbruchdurchgang wurde für vier Springer der Anlauf verkürzt, darunter hätten zwei Österreicher (Koch und Fettner, Anm.) gelitten."

    Der Ausblick auf Garmisch

    "Wir haben drei Favoriten vorne. Das ist eine super Ausgangsituation. Hoffentlich wird Garmisch kein Chaosspringen wie im Vorjahr. Ich hoffe, dass Oberstdorf schon Garmisch war. Das mache ich keinen Tag mehr mit. Da dreh ich durch. Als österreicherische Mannschaft können wir den Tournee-Sieg erhoffen, aber nicht erwarten."

    Die Konkurrenz im Windschatten

    "Bardal hat eine gute Leistung gezeigt. Doch es war schon vorher klar, dass er vorne mitspringen wird. Bei Freund und Freitag gibt es viel Erwartungsdruck. So viel wie auf unsere Springer.  Der Unterschied: Unsere Springer können damit umgehen, denn dass war unser Mission: So dominant werden wie die Alpinen und unsere Springer darauf vorzubereiten damit sie dann damit umgehen können. Wir sind da den Deutschen eben vier Jahren Voraus, etwa beim Neurocoaching. Außerdem war in Deutschen Zeitung zu lesen, dass wir uns vor ihnen in die Hose machen, aber wir haben doch keinen 'Schiss' vor den Deutschen."

    Umfrage: Wer gewinnt die Vierschanzentournee?

    Mehr auf sportnet.at
      Mehr aus dem Web

      Schreiben Sie uns Ihre Meinung ()