Pointner Haben eine Luxussituation
 

Pointner: "Haben eine Luxussituation"

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  • 22.11.2011 | 07:23 | (sport10)

    Ab sofort analysiert Skisprung-Cheftrainer Alex Pointner auf sport10.at das Geschehen rund um den Adlerhorst. Heute Teil 1: Sein Luxusproblem, das Comeback von David Zauner und den Schweizer Simon Ammann.

    Alex Pointner verfügt über ein Luxusproblem. Der Cheftrainer unserer Skispringer hat derzeit neun Topleute im Team, darf im Weltcup aber nur sechs starten lassen. Im Talk erklärt er, wie er mit dieser Situation umgeht, warum der Schneemangel für Organisationsstress sorgte und er froh ist, dass Ammann noch weiterspringt.

    SportWoche: Alex, du hast neun Topspringer, aber nur sechs dürfen in Kuusamo ran. Eine harte Sache!

    Alexander Pointner: Gott sei Dank sind wir in der glücklichen Lage, über so viele gute Springer zu verfügen. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, hätte ich neun Leute aufgestellt. In so einer tollen Position waren wir aber nicht immer. Es kam auch schon vor, dass wir nicht alle Startplätze besetzt haben.

    Denn der Weltcup ist für jeden Athleten nicht immer der beste Ort, um sich weiterzuentwickeln. Den Jungen haben wir heuer bewusst die Chance gegeben, sich beim Sommer-GP zu beweisen. Michi Hayböck hat aufgezeigt. Er kann sich und Österreich im Conti-Cup einen Platz für die Tournee erspringen.

    Wie geht es David Zauner?

    Er hat nach seiner Verletzung einen sehr starken Eindruck hinterlassen und wird in Lillehammer auf alle Fälle dabei sein.

    Das heißt, dass einer der Arrivierten seinen Platz verliert.

    Ja, so ist es.

    Wie hat sich der Schneemangel in Skandinavien auf eure Vorbereitung ausgewirkt?

    Normalerweise spulen wir die letzte Vorbereitung in Lillehammer ab, weil wir dort gleich bei der Schanze wohnen und viele Sprünge abspulen können. Diesmal war das nicht möglich.

    Was war die Alternative?

    Ich bin tagelang am Telefon gehangen. Die Ramsau hat tolle Arbeit geleistet. Wir hätten dort am Wochenende springen können. Wir haben uns aber dagegen entschieden und noch ein paar Regenerationstage eingelegt. Manchmal muss man einfach Mut zur Lücke zeigen.

    Den zeigt auch Simon Ammann, der erst in Lillehammer einsteigt. Im Sommer dachte er ans Aufhören.

    Ich bin sehr froh, dass er weitermacht. Denn neben Malysz und Ahonen noch einen Star zu verlieren, hätte dem Sport geschadet. Das sind Identifikationsfiguren, die beim Zuschauer Emotionen erzeugen. Dass Ammann im Kuusamo fehlt, zeigt, dass Stars wie er oft einen extravaganten Weg einschlagen.

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