Auswaerts leichter daheim
 
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"Auswärts ist es leichter als daheim"

Gregor Schlierenzauer hat mit Silber schon sein Ziel erreicht. Er entgegnet dem Druck mit Schmunzeln. Wie auch Präsident Schröcksnadel auf sport10.at

23.02.2013 | 21:38 | (sport10)

Schmunzeln ist das neue Trendwort in Predazzo. Eingeführt wurde es von Silbermedaillen-Gewinner Gregor Schlierenzauer. Schon vor seinem Silberflug sagte er: "Ich habe in den letzten Wochen immer wieder das Wort Druck gehört. Da muss ich immer wieder schmunzeln. Ich glaube, ich gehöre zu den wenigen Sportlern, der schon seit dem Beginn seiner Karriere einen gewissen Druck von außen spürt." Mit der Medaille auf der Normalschanze, bei Leibe nicht das primäre Jagdgebiet von Königsadler Schlierenzauer, hat er seinen guten Umgang mit Druck eindrucksvoll bewiesen. Da kam es schon wieder, das Schmunzeln.

Druckabbau a la Schlierenzauer

"Ich habe mir nicht den Druck gemacht, dass ich mein Ziel, eine Einzelmedaille zu gewinnen, gleich heute erreichen muss. Ich wusste, wenn ich die Leistung bringe und die Verhältnisse passen, hat schon der Saisonverlauf gezeigt, dass es für das Podest reicht. Mir war auch bewusst, das man mit null heimfahren kann. Es ist mir ganz gut gelungen", sagt der 23-Jährige zufrieden.

Vor allem rund um die Ski-WM in Schladming wurde Druck zum Modewort und schnell zur Standardantwort auf die Frage, warum es mit den Medaillen nicht gleich klappen wollte. Dabei hat ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel im Gespräch mit sport10.at in Predazzo eine ganz leichte Antwort auf die Frage, wie er die bisherigen Leistungen von Schlierenzauer und Co. einschätzt. "Ich finde es super! Auswärts ist es leichter, als daheim", sagt er, mit einer leichten Anspielung auf Schladming - natürlich ebenfalls mit einem leichten Schmunzeln. Vor der Leistung des ÖSV-Zugpferds im Skispringen hat Schröcksnadel höchsten Respekt: "Es ist eine tolle Leistung von ihm, wenn man weiß, dass die Kleinschanze nicht so das Seine ist."

Ich find es super! Auswärts ist es leichter als daheim.

Und weiter geht das große Schmunzeln

Die gleichen Töne stimmt auch Cheftrainer Alex Pointner an, der im Zusammenhang mit Gregor Schlierenzauer gerne den Genussfaktor in den Mittelpunkt stellt. "Wenn man einen zweiten Platz bei einer Weltmeisterschaft nicht mehr genießen kann, dann macht man den Sport nicht mehr wegen dem Genuss. Gregor ist aber so weit."

Und dann zaubert Pointner nicht nur die Leistung von Schlierenzauer ein Lächeln ins Gesicht. Mit Platz fünf meldete sich Thomas Morgenstern eindrucksvoll zurück. "Für Thomas ist es wie eine Medaille", sagt Pointner. "Ich glaube, dass er wieder da ist", erklärt Schröcksnadel.

"Ich muss Schmunzeln ..."

Morgenstern und Schlierenzauer, so heißt auch die Herren-Fraktion für den Teambewerb. Dort gilt Österreich jetzt als Nummer eins, auch für Schröcksnadel: "Wir können noch ein paar Sachen hier gewinnen. Im Mixed-Bewerb hat man Anfangs nicht mit uns gerechnet, jetzt ist das wieder anders." Und was sagt Schlierenzauer, wenn es nach dem Mixed-Bewerb weitergeht? "Ich muss Schmunzeln, wenn ich weiß, dass ich jetzt auf die große Schanze komme."

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