MixedBewerb Zwischen Pflicht Kuer
 
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Mixed-Bewerb: Zwischen Pflicht und Kür

Der Mixed-Bewerb der Skispringer steht vor der WM-Premiere. Was bedeutet der Bewerb? Droht ein "Alpin-Schicksal"? sport10.at unterhielt sich darüber mit Ernst Vettori.

24.02.2013 | 09:57 | (sport10)

"Daran habe ich keine schönen Erinnerungen", sagt Ernst Vettori, sportlicher Leiter der nordischen ÖSV-Abteilung, im Gespräch mit sport10.at. Um was es geht? Ausgerechnet um den Mixed-Bewerb, der am Sonntag bei der nordischen Weltmeisterschaft seine Premiere bei diesen Wettkämpfen feiert.

Der bisher einzige Weltcupauftritt dieses Bewerbs in Lillehammer verlief aus österreichischer Sicht weniger gut. Durch die Disqualifikation von Andreas Kofler nahm man sich selbst aus dem Rennen um die Podestplätze. Daher auch die gar nicht schönen Erinnerungen bei Vettori. Da hilft nur der Blick in die Zukunft - und da sieht die Welt ganz anders aus.

"Es ist ein bedeutsamer Wettkampf"

Die nordische Fraktion lässt dem WM-Neuling Mixed-Bewerb einiges an Bedeutung zukommen, vor allem um die Damenbewerbe weiter zu pushen. "Dieser Bewerb bedeutet viel für den Skisprungsport, weil es ein Bekenntnis der Sportart zum Damenskispringen ist", sagt Vettori. Denn in der jungen Weltcupsparte der Ladies, gilt es weiterhin kräftig an der Werbeschraube zu drehen. "Die Damen brauchen diese Starthilfen. Das hat einen Mehrwert."


Jacqueline Seifriedsberger und Trainer Harald Rodlauer blicken dem Mixed-Bewerb freudig entgegen.

Auch weil der Bewerb für Vettori gut aufbereitet wird. "Die Geschichte ist wirklich spannend. Wir haben die Möglichkeit den Anlauf schnell zu verlängern und zu verkürzen, es gibt daher keine Pausen. Es ist auch für die Zuschauer erfrischend wenn Jungs und Mädchen abwechselnd springen."

Es droht kein "Alpin-Schicksal"

Für Österreich werden Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Jacqueline Seifriedsberger und Chiara Hölzl an den Start gehen. Die Medaillenchancen sind nach den starken Einzelleistungen auf der Normalschanze gut, das Edelmetall jedoch nur abholen zu müssen, daran glaubt im ÖSV-Lager keiner. Vettori: "Es ergibt sich hier ein ganz neuer Mix. Zum Beispiel führen die Amerikannerinnen den Weltcup im Damenskispringen an. Hier dreht sich vieles um. Da wird es interessant zu sehen, wie sich das auf den Bewerb auswirkt."

Dass dem Mixed-Bewerb ein ähnliches Schicksal, wie dem über viele Jahre lediglich belächelten Teambewerb im alpinen Sektor droht, glaubt Vettor indes nicht. "Nein, das befürchte ich deshalb nicht, weil der Teambewerb bei uns Nordischen schon immer schon eine große Bedeutung hat. Egal ob Männerskispringen, Kombination oder jetzt der Mixed-Bewerb."

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