Barometer Schlierenzauer hebt
 
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Barometer: Nur Schlierenzauer hebt ab

Das Springen in Klingenthal war die Generalprobe für die nordische WM in Val di Fiemme. Nicht alle Adler präsentierten sich dabei in WM-Form. Wer kommt ins Aufgebot?

13.02.2013 | 17:29 | (sport10)

Da es im Rahmen der Team Tour am Wochenende in Oberstdorf auf eine Flugschanze geht, rückte das Springen in Klingenthal heuer besonders in den Fokus: Es war der letzte echte Härtetest vor der nächste Woche beginnenden Weltmeisterschaft in Val di Fiemme. Und es steht fest: Es wird eine weltmeisterliche Herausforderung für die ÖSV-Springer, bei denen weiterhin nur Gregor Schlierenzauer - in Klingenthal Dritter - die Erwartungen erfüllt.

Was passierte mit den Superadlern?

In den letzten Jahren wurde der Hype rund um die Skispringer unter dem Typus Superadler rund um Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer, Martin Koch, Andreas Kofler und Wolfgang Loitzl aufgebaut, doch daraus scheinen die Adler derzeit kein Selbstvertrauen mehr gewinnen zu können. Klingenthal lieferte den Beweis.

Martin Koch etwa, der schon bei seinen so geliebten Skiflugbewerben in Vikersund und Harrachov hinter seinen Erwartungen blieb (nur ein Flug in die Top-Ten bei vier Bewerben), verpasste in Klingenthal den zweiten Durchgang. Ebenso Andreas Kofler, der trotz seiner Trainingspause in den letzten Wochen weiter nicht in Form kommt.

Noch immer scheinen die leidigen Disqualifikationen wegen seines Anzugs zum Saisonstart in Lillehammer und bei der Vierschanzentournee wie Pech an ihm zu kleben. Gleich auf die gesamte Team Tour verzichtete der Titelverteidiger auf der Normalschanze, Thomas Morgenstern. Auch er bastelt weiterhin an seiner Form und trimmt nun alles auf die Weltmeisterschaft hin.

Pointner vor harter Entscheidung

Für Cheftrainer Alexander Pointner alles andere als eine positive Entwicklung: Mit Kofler (zweifacher Saisonsieger) und Morgenstern (zu Saisonbeginn noch im gelben Trikot) hadern gleich zwei Zugpferde vor dem Großereignis der heurigen Saison mit der Form.

So passiert es, dass sich das gesamte Weltbild des österreichischen Skispringens umdreht. "Oldie" Wolfgang Loitzl etwa, letzte Saison noch völlig außer Form, kommt in Klingenthal vor allem mit einem guten zweiten Sprung in die Top Ten. Mit den Plätzen 19 und 20 sind Stefan Kraft und Manuel Fettner plötzlich dritt- und viertbeste Österreicher. Vorne bleibt - wie so oft in dieser Saison - nur einer über: Rekordsieger Schlierenzauer.

Die Schnelligkeit des Zirkus

Die Generalprobe hat jedenfalls gezeigt, wie schnell es im Skispringen geht: Der Premieren-Sieger und Junioren-Weltmeister Jaka Hvala war im letzten Jahr noch auf Rang 44 des Gesamtweltcups zu finden, der Zweite, Taku Takeuchi erreicht in Deutschland sein bestes Weltcupresultat. Und die Tatsache, dass die ÖSV-Springer bei der letzten WM in Oslo alle Goldmedaillen abräumte, macht den Druck auch nicht kleiner.

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