ganz besondere StoecklSchuh
 
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Der ganz besondere Stöckl-Schuh

Nicht Österreich sondern Norwegen ist bei der Vierschanzentournee derzeit das Maß aller Dinge. Mithelfen soll dabei auch ein ganz spezieller Schuh aus dem Hause des Norwegen-Trainers.

02.01.2013 | 10:37 | (sport10)

Ein Norweger hat bisher die beiden Tourneespringen gewonnen, in Garmisch-Partenkirchen waren gleich drei von ihnen in den Top-Vier. In der Gesamtwertung bringen die Männer aus dem hohen Norden drei Leute in den Top-Ten unter, Österreich hingegen mit Gregor Schlierenzauer nur einen.

Ganz klar: Das Team des österreichischen Trainers Alexander Stöckl fliegt auf einem großen Luftpolster durch die Tournee. Getragen von Erfolg zu Erfolg nimmt man nun die Österreich-Stationen am Bergisel und in Bischofshofen in Angriff. Spätestens nach dem zweiten Sieg von Anders Jacobsen rückt jedoch neben den explodierenden Leistungen der Norweger eine vermeintliche Kleinigkeit in den medialen Mittelpunkt. Der Sprungschuh der Norweger soll derzeit der Konkurrenz heftig die Zunge zeigen.

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Das hat jedoch nichts mit einer unhöflichen Art im Springerzirkus zu tun. Der Schuh der Norweger Tom Hilde und Jacobsen ist an der Vorderseite verlängert. Um ganz genau zu sein, handelt es sich dabei um die vordere Zunge. Diese soll den Schuh steifer machen, was wiederum den Fuß des Athleten weniger Spielraum gibt und somit mehr Stabilität auf den Ski bringt.

Woher kommt es?

Um die aus der Werbung bekannte Frage zu stellen: Wer hats erfunden? Nein, nicht die Schweizer. Es war Stöckl selbst, dem die Idee kam und dessen Vater - ein studierter Tiefbauingenieur - der den Schuh in die Realität umsetzte. "Es ist ein Hilfs- und kein Heilmittel", sagt Stöckl über die Innovation, die für die FIS derzeit kein Problem darstellt. So nachhaltig verändern wie 2010 die Umstellung von Bändchen auf Stabbindung soll es den Skisprungsport auch nicht, meint Erfinder Stöckl.

Was sagt die Konkurrenz?

Im Sommer wurde die Innovation erstmals von den Norwegern getestet. Beim Weltcup in Engelberg erstmals bei Wettkampfbedinungen erprobt, danach nochmals getestet und jetzt hebt der Leader der Tournee ständig damit ab. Bei den restlichen Nationen gibt man sich noch gelassen, erkennt die Erfolge der Norweger auch ohne technische Hilfsmittel an. DSV-Trainer Werner Schuster hatte gestern noch keine Meinung dazu und ÖSV-Trainer Alex Pointner wollte die Sache erst gar nicht groß machen. Für den ehemaligen Weltklassespringer und Experten Dieter Thoma steht jedenfalls fest: "Die Norweger haben hier tief in die Trickkiste gegriffen."

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