Reinfried Herbst Zurueck Weltspitze
 

Reinfried Herbst: Zurück in die Weltspitze?

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  • 17.02.2012 | 16:19 | (sport10)

    Zuerst drückte ihn der Schuh, dann bremsten in wirdige Bedingungen. Reinfried Herbst will zurück in die Slalom-Weltspitze - der Anfang soll am Wochenende in Bansko gemacht werden.

    Reinfried Herbst kehrt am kommenden Wochenende an jenen Ort zurück, an der er vor ziemlich genau einem Jahr zum bis dato letzten Mal auf das Podium fuhr. In Bansko (BUL) musste sich der 33-Jährige am 27. Februar 2011 nur seinem Teamkollegen Mario Matt geschlagen geben, wurde starker Zweiter. Am Sonntag (09.00 Uhr) will der Salzburger, für den die bisherige Saison überhaupt nicht nach Wunsch lief, daran anknüpfen, zudem sein gutes Resultat beim letzten Slalom in Schladming bestätigen.

    "Wurde weit unter Wert geschlagen"

    Auf einem seiner Lieblingshänge fuhr Herbst vor rund drei Wochen auf Rang acht, die bisher beste Platzierung im aktuellen Winter. Dem Ausfall beim Slalom-Auftakt in Beaver Creek (USA) folgten ein 25. Platz in Alta Badia (ITA), Rang elf in der Flachau, Platz 27 in Zagreb (CRO) und zwei weitere Ausfälle beim "Schweizer Doppel" in Adelboden und Wengen. Rang 13 am Ganslernhang in Kitzbühel und der schon erwähnte achte Platz Mitte Jänner in Schladming haben dem 33-Jährigen neue Hoffnung gegeben.

    Ich hatte einen Negativlauf - das genaue Gegenteil , von dem, was der Marcel Hirscher derzeit erlebt.

    Zumal Herbst im Gespräch mit der aktuellen SportWoche betont, dass er bisher weit unter seinem Wert geschlagen wurde. "Ich hatte einen Negativlauf - das genaue Gegenteil von dem, was der Marcel Hirscher derzeit erlebt. Ich wurde regelmäßig weit unter Wert geschlagen. Die Fahrerei hat gepasst, das Material zumeist auch, aber wenn du mit der Startnummer zurückrutschst, hast du auf den wetterbedingt schlechten Pisten keine Chance, dich ganz vorn reinzufahren", so der Slalom-Spezialist.

    Reinfried Herbst: Ein Absturz mit Ansage

    Drei Torläufe vor Saisonende hat Herbst gerade einmal 86 Punkte auf seinem Konto - eine Überraschung, auch wenn der Leistungsabfall schon im vergangenen Winter seinen Anfang genommen hat. Nachdem sich der Österreicher in der Saison 2009/10 unter anderem nach Siegen in Adelboden und Schladming die kleine Kristallkugel im Slalom-Weltcup gesichert hat, lief es für den Routinier im ÖSV-Team schon im vergangenen Winter nicht wirklich nach Wunsch. Platz zwei in Bansko bedeutete das beste Saison-Resultat.

    In der Saison werde ich keine Bäume mehr ausreißen. Es geht um eine gute Ausgangsposition für den WM-Winter.

    Zwar klassierte sich der Salzburger vier weitere Male unter den besten Zehn, schied allerdings ebenso oft aus, hatte mit der Titelverteidigung im Slalom-Weltcup damit nichts zu tun. Das trifft auch für die laufende Saison zu, weshalb sich Herbst im Gespräch mit der SportWoche nichts vormachen will. "In der Saison werde ich keine Bäume mehr ausreißen. Es geht um eine gute Ausgangsposition für den WM-Winter." Spätestens bei der Heim-Weltmeisterschaft in Schladming 2013 will der 33-Jährige also wieder in Topform sein.

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