Hirscher besiegt Ligety Pinturault
 
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Angeschlagener Hirscher am RTL-Podest

Ein angeschlagener Marcel Hirscher musste sich im RTL von Garmisch nur Alexis Pinterault geschlagen geben. Tragischer Held war Felix Neureuther, der einen historischen Sieg vergab.

24.02.2013 | 14:39 | (sport10)

Alles wartete gebannt auf die WM- Revanche von Marcel Hirscher an Ted Ligety. Ein Vorhaben das auch gelingen sollte. Hirscher trumpfte im Finale trotz Magen-Darm-Virus in gewohnter Manier auf und landete unmittelbar vor Ligety auf Platz zwei.

Denn Alexis Pinturault war heute nicht zu schlagen. Ein Triumph mit ganz besonderem Stellenwert für den Franzosen. Denn eigentlich ist der Slalom seine Paradedisziplin, und bei der WM in Schladming war er komplett leer ausgegangen.

Pinturlaut: "Ich habe aus der WM gelernt"

"Der erste RTL-Sieg ist sehr wichtig für mich. Ich werde schauen, dass ich mit meiner guten Form im weiteren Saisonverlauf noch mitmische. Bei der WM habe ich versucht, eine Medaille zu erwischen habe es aber nicht geschafft. Aber ich denke, ich habe Einiges gelernt", freute sich Pinturault über seine ganz persönliche WM-Revanche.

Ich bin bei 99 Prozent meiner Kräfte. Ich habe das unten schon gespürt. Es ist sensationell, dass ich heute überhaupt am Podest bin

Die Leistung von Marcel Hirscher ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und hat in Hinblick auf das Saisonfinale großen Stellenwert. "Es ist sensationell, dass ich heute überhaupt am Podest bin. Das sind wichtige Punkte für mich", wusste Hirscher seine Leistung richtig einzuordnen. Das Duell um den Gesamtweltcupsieg mit Aksel Lund Svindal, der Rang sechs im RTL belegte, ist damit eröffnet.

Hirscher hat acht Rennen vor Saisonende mit 209 Punkten die vermeintlich besseren Karten. Doch festzuhalten ist, dass Svindal im Gegensatz zu Hirscher, der sich ganz auf die technischen Disziplinen konzentriert, in drei Disziplinen auf Punktejagd geht.

Neureuther als tragischer Held

Tragischer Held war Felix Neureuther. Der Deutsche lag nach Durchgang eins in Führung und war drauf und dran den ersten deutschen Riesentorlauf-Sieg seit 40 Jahren zu holen. "Ich habe alles gegeben. Im zweiten Durchgang bin ich auch gut gefahren, leider ist ein blöder Fehler passiert. Ausgerechnet an der dümmsten Stelle, wo es danach flach weitergeht. Es ärgert mich natürlich, aber es hilft nichts. Ich habe aber gezeigt, dass ich auch im Riesentorlauf Jungs wie Ted und Marcel ärgern kann", sagte Neureuther, der auf Rang zwölf durchgereicht wurde.

Mit dem zweiten Rang von Garmisch Patenkirchen wahrt Hirscher seine theoretischen Chancen auf die RTL-Kugel. Sein Fokus ist aber schon ganz klar auf das größere Exemplar ausgerichtet.

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