Hosp bleibt oeSVKombiKoenigin
 

Hosp bleibt die ÖSV-Kombi-Königin

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  • 08.02.2013 | 15:12 | (sport10)

    Die erste ÖSV-Medaille in Schladming ist da: Nicole Hosp fährt in der Super-Kombination auf Platz drei und holt sich Bronze. Die 29-Jährige behielt als einzige Österreicherin die Nerven.

    Nicole Hosp wusste wohl schon bei der Zieldurchfahrt im Kombi-Slalom, was ihre Zeit wert sein würde. Der Jubel war jedenfalls Goldmedaillenverdächtig, geworden ist es dann die Bronzemedaille hinter Gold-Girl Maria Höfl-Riesch und Tina Maze. Dennoch: Die 29-Jährige Tirolerin behielt als einzige ÖSV-Damen die Nerven.

    Die Position nach der Abfahrt war für alle aussichtsreich. Doch der Slalom wurde zur Nagelprobe: Anna Fenninger schied aus, Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser machten entscheidende Fehler im Slalom und Elisabeth Görgl bleibt eine Speed-Spezialistin. Übrig blieb Hosp, die im Slalom trotz des enormen Drucks die Bestzeit aller Läuferinnen auf die Piste knallte. Die Liebe zur Kombi ist einfach unbestritten.

    Für Hosp schließt sich der Kreis

    Am 10. Februar 2003, ging ihr Stern mit der Silbermedaille in der Kombination bei der WM in St. Moritz auf, fast auf den Tag genau zehn Jahre später schließt sich für sie der Kreis: "Die Medaille ist der Lohn dafür, dass ich mich durchgebissen habe", sagt Hosp.

    "Ich bin einfach so glücklich, es war im letzten Jahr eine schwierige Zeit, weil es einfach nicht so lief, wie ich es wollte." Die Super-Kombination ist für Hosp einfach die beste Medizin. Auch im Weltcup: In den letzten 15 Weltcupbewerben dieser Art holte sie sechs Podestplätze, davon einen Sieg, nur ein Mal schaffte sie es (Tarvis 2011) nicht in die Top-Ten.

    "Die Super-Kombi zeigt, wer der kompletteste Skifahrer ist. Zuerst fährst du auf den langen Brettern in der Abfahrt, dann muss man in kürzerster Zeit auf den kurzen Ski im Slalom schnell sein", erklärt Hosp die Gratwanderung, die sie am Freitag von allen Österreicherinnen am besten bewältigte. Doch selbst in der Liebesbeziehung Hosp/Super-Kombi ist nicht immer alles eitel Wonne.

    "Super-Kombi nicht attraktiv genug"

    "Ich kann schlecht gegen einen Bewerb reden, in dem ich gut bin, aber: Die Super-Kombi ist für die Fernsehzuschauer einfach nicht attraktiv genug. Da gehört etwas geändert", sagte sie im Vorfeld der WM der SportWoche.

    Doch diesen Plan wird Österreichs erste WM-Medaillen-Gewinnern bei der Heim-Weltmeisterschaft erstmal ins Hinterstübchen sperren. Meinungen können sich ja ändern, ebenso wie Hosps Medaillenbilanz, die sie nun auf fünf Mal Edelmetall (1xGold, 1xSilber und 3xBronze) hochschraubt.

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