Hirscher Viel besser geht
 

Hirscher? "Viel besser geht es nicht"

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  • 14.01.2013 | 09:17 | (sport10)

    Phänomenal, unglaublich, unfassbar: Marcel Hirscher setzt im Slalom von Adelboden alles auf eine Karte und siegt. Nach dem Rennen sind sich alle einig: Besser geht es nicht mehr.

    Marcel Hirscher (23) schrieb wieder einmal ein kleines Stück Skigeschichte. Sein 16. Weltcup-Sieg hatte es in sich. Im ersten Durchgang im Adeloboden-Slalom war er noch abgeschlagen zurück. Der Slalom-König der Saison rangierte auf dem für ihn nur enttäuschenden achten Platz.

    Im zweiten Durchgang packte er dann aber wieder einmal einen Run aus, der mit nichts zu vergleichen war. Der Sieg war ihm damit nicht mehr zu nehmen. "Ich habe mich entschlossen All in zu gehen", sagte der 23-jährige Salzburger.

    Matthias Lanzinger, langjährige Weggefährte und zurzeit selbst sehr erfolgreich im Weltcup der Behinderten unterwegs, sagt: "Als ich Marcel das erste Mal fahren sah, hab ich mir schon gedacht: unglaublich, wo soll das noch hinführen? Wie der Marcel schon in der Jugend gefahren ist, war ein Wahnsinn."

    Alle schwärmen von Hirscher

    Sein Fahrstil ist mittlerweile sogar weniger waghalsig geworden. Ja fast unspektakulär im Vergleich zu früher. Und dennoch war Hirscher in Adelboden wieder einmal eine Klasse für sich. Am Samstag noch tragischer Held im Riesentorlauf, als er auf dem Weg zum sichergeglaubten Sieg wegrutschte und beinahe ausschied. "Da hab ich ein bisschen zu viel riskiert. Das war zu viel des Guten", wusste Hirscher am Sonntag. Damit war er aber immerhin noch drittbester Österreicher, fuhr auf Rang 16.

    Am Sonntag hatte es Österreichs Sportler des Jahres 2012 dann erneut krachen lassen. "Viel besser geht es nicht mehr", waren sich alle einig. Und es wurden wieder einmal Vergleiche mit Hermann Maier angestellt, der erst vor kurzem meinte, Hirscher wäre noch kein echter Siegläufer, sondern nur ein Podestfahrer.

    Aussagen, die Hirscher nicht kommentieren wollte, weil er sie richtig interpretierte. Maier wollte nur Druck von Hirschers Schultern nehmen.

    "Er ist mein Vorbild", sagt US-Jungstar Mikaela Shiffrin. "Von ihm habe ich mir sehr viel abgeschaut." Die Frage nach dem Warum muss hier wohl nicht gestellt werden.

    In Adelboden feierte Hirscher seinen 16. Weltcup-Sieg, den neunten im Slalom und den dritten nach Madonna di Campiglio und Zagreb in Folge. Dass Hirscher der Topfavorit auf WM-Gold in Schladming ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

    Hirscher konzentriert sich auf WM-RTL

    Dafür aber rechnet er nicht damit, im WM-Super-G an den Start zu gehen. "Ich hätte jetzt in Kitzbühel die Gelegenheit zu trainieren. Aber es ist unrealistisch, dass ich dort Vollgas geben kann. Da konzentriere ich mich lieber auf Slalom und Riesenslalom", sagt der Salzburger.

    Dafür will er im Riesentorlauf voll angreifen. Dass er schneller als Ted Ligety sein kann, hat er in Adelboden bewiesen. "Ich habe ein brutal gutes Gefühl. Es ist das erste Mal im Riesenslalom wieder richtig was weitergegangen", stellte Hirscher fest. Auch wenn nach einem kapitalen Fehler im Zielhang am Ende nur Platz 16 herausschaute, bilanzierte Hirscher zufrieden. "Ich kann mit Ligety mithalten und sogar einen Vorsprung auf ihn herausfahren, das ist eine riesige Genugtuung", sagte Hirscher.

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