Reichelt Hoellenritt
 
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Reichelt: "Das war ein Höllenritt"

Hannes Reichelt beendet mit seinem Sieg in Bormio die Durststrecke des ÖSV-Speedteams. Für den Salzburger war es der erste Abfahrtssieg seiner Karriere. Klaus Kröll belegt beim Hundertstelkrimi auf der Stelvio Platz vier.

29.12.2012 | 13:14 | (sport10)

Viel Kritik musste das rot-weiß-rote Abfahrtsteam in der bisherigen Saison einstecken. Die magere Ausbeute nach drei Rennen: Ein zweiter und ein dritter Platz. Zu wenig für das erfolgsverwöhnte Speedteam. Doch die sieglose Zeit konnte im letzten Herren-Rennen des Jahres beendet werden.

Auf der anspruchsvollen Pista Stelvio in Bormio war es Hannes Reichelt, der für den ersten heimischen Abfahrtssieg in dieser Saison sorgte. Dabei hatte der Salzburger im Vorfeld des Rennens noch ganz bescheidene Ziele und meinte: "Eine Top-Ten Platzierung wäre toll."

Zwei Premieren-Sieger

Doch der 32-Jährige erwischte einen Traumlauf und siegte schließlich ex-aequo mit dem Italiener Dominik Paris. "Das war ein tolles Gefühl, als ich abgeschwungen bin und den Einser gesehen haben. Das war schon lange nicht mehr der Fall", so Reichelt nach dem Rennen. Mit diesem Sieg verlängerte er den ÖSV-Erfolgslauf in Bormio. Es war das 18 Rennen in Folge mit einem heimischen Athleten auf dem Podium.

"Gestern im Training hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass ich wieder Gas geben kann. Aber man muss es dann auch im Training umsetzten. Ich habe einfach alles riskiert. Es war ein Höllenritt", freute sich der Salzburger, der wie Paris seinen ersten Abfahrtssieg bejubeln konnte.

Hundertstelkrimi auf der Pista Stelvio

Als wäre es schon nicht kurios genug, dass es auf der mehr als drei Kilometer langen Pista Stelvio zwei Sieger gibt, waren auch die Abstände zum dritt- und viertplatzierten denkbar knapp. Mit einer Hundertstel Rückstand landete Aksel Lund Svindal auf Rang drei, Klaus Kröll kam mit 0,02 Sekunden Rückstand nicht über Rang vier hinaus.

"Das ist natürlich sehr bitter. Bei so einer schweren Abfahrt ist es normalerweise nicht so eng. Im ersten Moment habe ich mir gedacht, ein vierter Platz ist ganz gut, aber dann habe ich den Rückstand gesehen. Da fühlt man sich ein bisschen wie der Depp vom Tag", ärgte sich Kröll. Es war das erste Mal in der Geschichte des Herren-Weltcupzirkus, dass die ersten vier Fahrer lediglich durch zwei Hundertstel getrennt sind.

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