Slalom
 

17-jährige Sensationssiegerin in Aare

  • Bild:
  • 20.12.2012 | 19:59 | (sport10)

    Die erst 17-jährige Mikaela Shiffrin gewinnt den Slalom in Aare. Tina Maze landet auf Platz drei, Michaela Kirchgasser verhindert einen ÖSV-Totalausfall.

    Der Slalom in Aare stand aus österreichischer Sicht unter schlechten Vorzeichen: Marlies Schild stürzte im Training und zog sich Verletzungen am Knie und im Rückenbereich zu. Somit musste Schild passen und weiter auf ihren ersten Slalom-Sieg in dieser Saison warten, der gleichbedeutend mit dem Allzeit-Rekord von 34-Slalom-Weltcupsiegen von Vreni Schneider wäre. Michaela Kirchgasser verhinderte mit Platz neun einen österreichischen Totalausfall. Eine 17-Jährige holte sich den Sieg.

    Maze von Teenager geschlagen

    Mittwochabend wurde Tina Maze erstmals in dieser Saison im Riesentorlauf geschlagen. 24 Stunden später entgeht der 29-Jährigen auch im Slalom von Aare der Platz an der Sonne. Die Slowenin musste sich zwei Läuferinnen geschlagen geben und landete auf Rang drei. Denn der Slalom von Aare brachte eine Sensationssiegerin mit sich.

    Manchmal passieren solche Sachen einfach. Mein Herz rast!
    Das erst 17-jährige US-Girl Mikaela Shiffrin holte sich den Sieg souverän vor der Schwedin Frida Hansdotter. Shiffrin, 95er-Jahrgang (!), fuhr auf die zweitplatzierte Hansdotter einen Vorsprung von 29 Hundertstel heraus. "Für mich ist das wie Weihnachten. Es wird eine Zeit brauchen, bis ich das realisieren kann. Manchmal passieren solche Sachen einfach. Mein Herz rast", jubelte Shiffrin.

    Kranke Kirchgasser beste ÖSV-Dame

    Ohne Marlies Schild setzte es für die ÖSV-Damen eine bittere Pleite. Kathrin Zettel schied im ersten Durchgang aus. "Shit happens. Aber ich freue mich schon auf Weihnachten und dann auf die Rennen am Semmering", sagte Zettel geknickt. Eva-Maria Brem schied ebenfalls bereits in Durchgang eins aus. Da war Michaela Kirchgasser mit dem zehnten Platz bereits beste Österreicherin.

    Eine Verkühlung verhinderte jedoch eine bessere Zeit: "Ich habe alles versucht, dafür ist es okay. Ich bin ziemlich verschnupft", sagte Kirchgasser. Die 27-Jährige konnte in Lauf zwei Rang neun ins Ziel retten. Erschöpft konstatierte sie: "Ich habe versucht alles zu mobilisieren, unten war es dann schwierig. Aber Punkte sind es."

    Nicole Hosp, nach Durchgang eins 21., landete auf Platz 16. "Das war nicht optimal, aber wenigstens ein Ergebnis", resümierte Hosp. Carmen Thalmann stürzte nach einem guten zweiten Lauf und prolongierte das schwache Ergebnis der Österreicherinnen.

    SPORTMAGAZIN Gold-Edition:


    Der Superstar erzählt sein Leben:
    packend, berührend, authentisch.

    >> Jetzt bestellen

    Mehr auf sportnet.at
      Mehr aus dem Web

      Schreiben Sie uns Ihre Meinung ()


      • Sportwoche ePaper