Hirscher sein Projekt SuperG
 

Hirscher und sein "Projekt Super-G"

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  • 01.12.2012 | 10:09 | (sport10)

    Marcel Hirscher probt den nächsten Schritt zum Allrounder. Warum er sich der Formel 1 nähert und ihm dieses Projekt Spaß macht, es aber auch ein Risiko birgt.

    Wenn Otto-Normalverbraucher in ein Flugzeug einsteigt und drei Kilo mehr im Gepäck hat, als erlaubt, könnte das zu Diskussionen mit dem Bodenpersonal führen. Marcel Hirscher hat weit mehr als läppische drei Kilo im Gepäck.

    Ob die 600 Kilogramm, die er in den vergangenen Wochen mit sich geführt hat, zu Diskussionen geführt haben, ist allerdings nicht überliefert. 36 Paar Ski und jede Menge Skischuhe hat der Salzburger nach Übersee mitgenommen. Das nicht aus Jux und Tollerei, sondern er verfolgt ein Ziel: Auch im Super-G vorne mitzufahren.

    Testen, testen, testen

    Dass er schnell sein kann, hat er schon bewiesen. Beim Weltcup-Finale in Schladming wurde er sensationell Dritter. Damit war er dem Gesamt-Weltcup-Sieg einen entscheidenden Schritt näher. Am Samstag (19.00 Uhr live in ORF eins) will er es in Beaver Creek wissen. Er kann das erste Mal beweisen, ob sich der große Aufwand, den er, sein Trainerteam und sein Servicemann Edi Unterberger in den letzten Wochen betrieben haben, gelohnt hat.

    Es kann, soll und muss noch Anderes möglich sein

    In den USA sollen die Weichen für eine Zukunft als Allrounder gelegt werden. Doch genug getüftelt hat Hirscher noch lange nicht. Dafür laufen in Altenmarkt, nur unweit von seiner Heimat in Annaberg, die Maschinen auf Hochtouren. "Es kann, soll und muss noch Anderes möglich sein", sagt Hirscher, der die neue Herausforderung wie ein großes Puzzlestück sieht.

    "Das muss man aber erst einmal zusammensetzen und den Überblick zu bewahren, gilt es natürlich auch. Wir nähern uns der Formel 1 in kleinen Schritten", sagt der 23-Jährige. Bis zum Schluss war sich Hirscher deswegen nicht sicher, ob er in Beaver Creek überhaupt starten soll.

    Warum es auch nach hinten losgehen kann

    Doch die Trainings machten ihm Spaß und die Zeiten dürften auch gestimmt haben. Dennoch weiß Hirscher: "Es kann auch nach hinten losgehen. Ich bräuchte eigentlich ein ganz anderes Sommertraining, aber dann könnte ich meine Haxen im Slalom nicht mehr 'derheben'."

    Ich bräuchte eigentlich ein ganz anderes Sommertraining, aber dann könnte ich meine Haxen im Slalom nicht mehr 'derheben'.

    In den vergangenen neun Tagen gönnte sich Hirscher nur zwei skifreie Tage. Zudem nahm er an zwei Riesentorläufen teil. "Es war anstrengend, aber aufschlussreich. Hier herüben Rennen zu fahren, ist Goldes wert", sagte Hirscher. Die Bedingungen in Aspen waren aber alles andere als gut. "So ein Rennen birgt mehr Risiko, als eine ganze Saison auf den alten Ski", sagt Hirscher klipp und klar.

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