Catgirl Anna Fenninger
 

Catgirl Anna Fenninger

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  • 27.11.2012 | 08:01 | (sport10)

    Neben Erfolgen und Medaillen will die Anna Fenninger auch Aufmerksamkeit gewinnen: für die Rettung bedrohter Wildkatzen. Unser Fotoshooting ist der Auftakt einer globalen Kampagne.

    Der Gepard wird auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere in der Kategorie "stark gefährdet“ geführt. Geht es nach Anna Fenninger, soll sich dieser Zustand in Zukunft verbessern: "Ich möchte meine Popularität als erfolgreiche Skifahrerin nützen, um Menschen zumindest zum Nachdenken zu bewegen.“

    Deshalb soll ein Foto der bodygepainteten Superkombiweltmeisterin in den kommenden Wochen und Monaten als Werbesujet in (Sport-)Medien weltweit für Aufsehen sorgen. Die Botschaft des Hinguckers: "Schön, schnell und fast ausgestorben“, international heißt der Slogan: "Beautiful, fast and almost extinct ..."

    Fenninger ein naturverbundener Mensch

    Die Idee zu dieser Benefizkampagne, die dem Cheetah Conservation Fund (www.cheetah.org) zugutekommt, stammt von dem in Südafrika geborenen deutschen Fotografen Thomas Kettner, mit dem Anna seit einigen Monaten immer wieder intensiv zusammenarbeitet: "Ich bin ein Mensch, dem die Natur generell extrem wichtig ist", erzählt die 23-jährige Salzburgerin im Gespräch mit dem Sportmagazin.

    "Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe einen sehr engen Bezug zu Tieren. Was mir am Cheetah-Projekt so gefällt, ist, dass es sich nicht nur für die Geparden und ihren Lebensraum einsetzt, sondern auch die Farmer aus der Umgebung einbezieht, um gemeinsam Lösungen für Mensch und Tier zu finden."

    Ursprünglich wollte Anna schon im vergangenen Sommer nach Afrika fliegen, um an Ort und Stelle neben den gepunkteten Großkatzen zu posieren: "Leider ist sich das zeitlich nicht ausgegangen, aber kommendes Jahr ist diese Reise fix eingeplant. Und wenn alles klappt, werden wir einen Kalender für 2014 produzieren.“

    Fenninger ein wandlungsfähiger Mensch

    Die Bilder sind im Hochsommer in Thomas Kettners Studio in Stuttgart entstanden, für die eigentlichen "Katzenfotos" wurde eine Hälfte von Annas Körper in eineinhalbstündiger Arbeit mit Farben besprüht: "Man sieht es vielleicht nicht,aber ich bin nicht ganz nackt. Trotzdem war das Bodypainting für mich anfangs nicht ganz einfach." Mit den entstandenen Fotos ist Anna (ebenso wie die Eltern und Freund Manuel) sehr zufrieden: "Ich wusste nicht, dass ich so wandlungsfähig sein kann. Normalerweise gehe ich nämlich ungeschminkt außer Haus …“

    Im Winter will Anna auch im Schnee um Aufmerksamkeit für Geparden werben: Uvex entwirft für sie ein exklusives Brillenband, Kompardell liefert ebenso einzigartige Skistecken mit Schlaufen im Katzenfelllook. Natürlich finden sich passende Parallelen zwischen Anna und der afrikanischen Wildkatze, die Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern erreichen kann: "Ich sehe vielleicht nicht immer sehr schnell aus, aber ich bin es, weil mein Fahrstil sehr geschmeidig und ökonomisch wie der eines Gepards ist."

    Fenninger hatte große Probleme

    Und natürlich kann die bestplatzierte Österreicherin des vergangenen Weltcups auch ihre Krallen ausfahren: "Ich bin mit den neuen Skimodellen in den ersten Tagen überhaupt nicht zurechtgekommen und war sehr unzufrieden." Mittlerweile hat sich Anna an die neuen, deutlich weiteren Kurvenradien gewöhnt: "Der Unterschied zwischen einem Kurvenradius von 23 oder jetzt 30 Metern ist gewaltig. Die Skier reagieren viel schwerfälliger, du brauchst viel mehr Kraft, um den Schwung ordentlich durchzuziehen.“ Viele Gespräche waren notwendig, vor allem mit Servicemann Mike Jöchl, bis Anna die Reglementänderung akzeptierte: "Letztendlich habe ich mich auf die neue Situation aber gut eingestellt."

    Nach ihrer bisher besten Weltcupsaison ("Ich konnte in zwei Disziplinen bis zum Schluss um die kleine Kristallkugel mitfahren, das sollte auch heuer das Ziel sein“) startet Anna mit großem Selbstvertrauen in den WM-Winter, wo mit der Heim-WM in Schladming vom 4. bis 17. Februar der große Höhepunkt wartet.

    Die Superkombi- Titelverteidigerin hat (wie auch Lizz Görgl und Marlies Schild) ihr Ticket bereits fix und braucht sich keinem Qualifikationsdruck auszusetzen: "Der Hang in Schladming kommt mir sehr entgegen. Natürlich wird der Trubel um Österreicher rund um die WM sehr groß sein, aber wenn ich es schaffe, mich ganz auf mich und meine Rennen zu konzentrieren, kann ich zuversichtlich an den Start gehen.“ Und danach als Weltmeisterin in Afrikas Sonne neben den Geparden glänzen.

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