Hisey Lohn harten Arbeit
 

Rob Hisey: "Lohn für die harte Arbeit"

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  • 02.04.2012 | 18:07 | (sport10)

    Nach 2003 haben die Black Wings Linz zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Titel in der EBEL geholt. sport10.at sprach mit Topscorer Rob Hisey am Tag nach dem großen Triumph.

    Das 3:1 im fünften Finalspiel gegen den EC-KAC am Sonntag war das Sahnehäubchen auf eine meisterliche Saison der Oberösterreicher. Fast schon wie aus dem Lehrbuch haben die Linzer beginnend mit den Saisonvorbereitungen alles richtig gemacht. Trainerauswahl, Kaderzusammenstellung, hochprofessionelle Arbeit vom ersten bis zum letzten Tag und natürlich das Quäntchen Glück – das Spieljahr 2011/12 war eine perfekte Saison.

    Glücksgriff Daum

    Die wichtigste Säule im Verein war sicher der neue Coach Rob Daum. Ihm wurde von Anfang an freie Hand bei der Zusammenstellung der Mannschaft gegeben. Schnell erwies sich dieser Schachzug des Linzer Managements rund um Manager Christian Perthaler als goldrichtig. Eishockeyprofessor Daum verpasste dem ganzen Verein seine Handschrift und fand die perfekte Mischung im Team.

    Angefangen bei Goalie Alex Westlund, über die Verteidigung mit Abwehrchef Curtis Murphy bis hin zum Topscorer Michael Ouellette waren die Black Wings homogen besetzt. Zudem verstand es Daum, aus jedem einzelnen Spieler das Maximum heraus zu kitzeln. So spielte zum Beispiel Gregor Baumgartner gestärkt durch das Vertrauen seines Coaches die beste Saison seiner Karriere.

    Der "neue" Hisey

    Bemerkenswert ist auch das Jahr von Rob Hisey, der sich am Ende zum Play-off Topscorer krönte. Als er zu Saisonbeginn zu den Linzern kam, gab es ihm gegenüber viele skeptische Stimmen. Aus seiner Zeit bei den 99ers haftete noch immer der Ruf des schlampigen Talentes an ihm. Ein Showspieler, der unterm Strich der Mannschaft nicht hilft. Rob Daum muss aber genau gewusst haben, warum er ihn zurück in die EBEL holte. Denn Hisey war kaum wiederzuerkennen.

    Sichtlich gereift präsentierte sich der Mittelstürmer von Beginn an von seiner neuen, besseren Seite. Körperlich topfit und am Eis viel verantwortungsvoller überzeugte er von Beginn an. Die als Mittelstürmer so wichtige Drecksarbeit ist zur Selbstverständlichkeit geworden, ohne dabei seinen Spielwitz und seine genialen Momente zu vernachlässigen. Mit den beiden Flügeln Justin Keller und Danny Irmen an seiner Seite entzückte er das Linzer Publikum.

    Vor allem in der Post-season war er voll da und avancierte mit 5 Toren und 17 Assists zum Play-off Topscorer der Erste Bank Eishockey Liga. sport10.at sprach mit ihm über die Meistersaison.

    sport10.at: Die Black Wings Linz haben die zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte geholt. Über die Saison gesehen ein verdienter Titel?

    Rob Hisey: Auf alle Fälle. Wir haben die ganze Saison bewiesen, dass wir es verdient haben. Sowohl im Grunddurchgang als auch im Play-off waren wir immer da.

    Wie war diese angesprochene Konstanz über die komplette Saison möglich?

    Ich denke, es war das Ergebnis der Arbeit der ganzen Mannschaft. Wir haben es immer geschafft, den Fokus zu behalten. Unser Coach hat uns immer wieder erinnert, nicht zurück oder zu weit nach vorne zu schauen. Außerdem waren wir konditionell in einem Topzustand. Von Tag eins weg hier in Linz im August haben wir hart trainiert. Das hat sich bezahlt gemacht.

    In der Finalserie habt ihr in fünf Spielen nur neun Tore kassiert. War Goalie Alex Westlund der Unterschied?

    Die Defensive fängt immer beim Team an und die Mannschaft vor ihm hat einen guten Job erledigt. Aber ja, er war der Unterschied. Alex hat uns immer mit den big saves im Spiel gehalten und war der beste Torhüter der Liga im Play-off.

    Wie groß ist der Anteil von Coach Rob Daum am Titel?

    Riesig. Er hat uns immer perfekt vorbereitet. Wir mussten uns nur an unseren Game-Plan halten und wussten in jeder Situation was zu tun ist. Ein großes Lob gebührt aber auch dem Management, das diese Meistermannschaft zusammengestellt hat. Alle haben perfekt zusammengearbeitet.

    Du bist der Play-off Topscorer der Erste Bank Eishockey Liga 2011/12. Macht dich das stolz?

    Sehr stolz sogar. Es ist für mich der Lohn von einem Jahr harter Arbeit. Natürlich haben auch meine Sturmpartner Danny Irmen und Justin Keller großen Anteil daran, dass ich so viele Punkte sammeln konnte. Wir hatten das Glück, fast das ganze Jahr in dieser Formation zusammenzuspielen. Dadurch hat die Abstimmung perfekt gepasst und jeder hat gewusst, was der andere am Eis macht.

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