Lammers Aufopfern fuer Mannschaft
 

Lammers: "Aufopfern für die Mannschaft"

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  • 28.02.2012 | 08:33 | (sport10)

    Dank zweier Tore von John Lammers hat der KAC in der Serie gegen Salzburg ausgeglichen. sport10.at sprach mit dem Stürmer über den Strafsenat und die nächsten Spiele.

    Als erste Mannschaft hat Medvescak Zagreb am Sonntag den Einzug ins Halbfinale fixiert. Mit einem 5:4-Auswärtssieg in Znaim machten die Bären den "Sweep" gegen die Adler perfekt und marschierten im Eilzugstempo in die Vorschlussrunde. Ebenfalls knapp vorm Einzug in die nächste Runde stehen die Black Wings Linz. Der Grunddurchgangssieger feierte mit 3:1 in Wien den dritten Sieg in Folge und braucht nur noch einen Erfolg, um die Vienna Capitals aus dem Bewerb zu werfen.

    Bei den anderen zwei Viertelfinalpaarungen ist hingegen noch alles offen. Laibach demonstrierte einmal mehr seine Heimstärke und glich mit einem 6:4 Sieg gegen AVS SAPA Fehervar auf 2:2 in der Best-of-Seven-Serie aus. Damit beginnt nun praktisch eine Best-of-Three-Serie. Genauso wie im mit der größten Spannung beobachteten Duell Klagenfurt gegen Salzburg.

    Rotjacken schlagen zurück

    Der KAC zeigte am Sonntag Nerven und Kampfgeist und schaffte wie Laibach den Ausgleich in der Serie. Trotz zahlreicher Ausfälle zauberten die Rotjacken mit einer erzwungenermaßen verjüngten Truppe eine beherzte Leistung aufs Eis der Klagenfurter Stadthalle und siegten mit 4:2. Dabei gelang Nikolaus Holzer, der im Laufe der Saison bisher hauptsächlich im Farmteam in der Nationalliga im Einsatz war, sein erster Treffer in der Kampfmannschaft. Mann des Abends war aber John Lammers mit zwei Toren.

    Freut sich über den Ausgleich: John Lammers.
    Symptomatisch für das aufopferungsvolle Spiel der Klagenfurter war der zweite Treffer des 26-jährigen Kanadiers ins leere Tor der Bullen. Bei Vier-gegen-Sechs-Unterzahl blockte er mit dem Oberkörper einen Schuss eines Salzburgers und schoss die Scheibe danach aus dem eigenen Drittel über sämtliche Linien punktgenau ins Tor. Wäre der KAC in dieser Szene nicht in Unterzahl gewesen, hätte er nach eigenen Angaben versucht, mit dem Puck vor dem Torschuss über die Mittellinie zu fahren, um kein Icing zu riskieren. Eine Einstellung, die seinem neuen Trainer Christian Weber sicher gefällt.

    Mit sport10.at sprach Lammers, der noch vor Playoff-Start seinen Vertrag beim KAC verlängert hatte, über den Kraftakt ohne sechs Stammkräfte den Titelverteidiger geschlagen zu haben, den EBEL-Strafsenat und die Heimstärke der Bullen.

    sport10.at: Der KAC hat Spiel 4 der Serie gewonnen, obwohl mit Andrej Zyuzin, Mike Siklenka, Kirk Furey und Herbert Ratz gleich vier Stammspieler in der Abwehr gefehlt haben. War es ein echter Mannschaftssieg?

    John Lammers: Mit Sicherheit. Bei uns kamen viele junge Spieler zum Einsatz und einige anderen haben mehr Eiszeit gehabt als sonst. Wir sind als Team zusammengerückt und haben uns einfach darauf konzentriert, unser Spiel zu spielen.

    Ist die Mannschaft wegen der vielen Ausfälle mit einer anderen Einstellung als sonst aufs Eis gegangen?

    Eigentlich nicht. Auch auf Seiten der Salzburger haben einige Spieler gefehlt. Wir haben aber gewusst, dass sich jeder für das Team aufopfern muss, damit wir gewinnen können.

    Nach den Vorfällen in Spiel 3 hat der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga gleich fünf Spieler gesperrt. Wie siehst du als Aktiver die ganze Situation?

    Das gehört wohl zum Geschäft. Diese Entscheidungen trifft die Liga. Unser Job ist es, so gut es geht Eishockey zu spielen und am Eis so hart wie möglich zu arbeiten. Wir Spieler können es nicht beeinflussen und konzentrieren uns daher auf uns. Deshalb will ich dazu auch nicht viel sagen.

    Beide Teams holen in der Serie alles aus sich heraus. Manchmal passieren eben leider auch Verletzungen.

    War das angesprochene Spiel signifikant schmutzig?

    Eishockey ist einfach ein schneller und körperbetonter Sport, bei dem jeder an die Grenzen geht. Beide Teams holen in der Serie alles aus sich heraus. Manchmal passieren eben leider auch Verletzungen.

    Salzburg ist zuhause eine Macht, auswärts jedoch bei weitem nicht so erfolgreich. Was macht sie in eigener Halle so stark?

    Sie sind ein eisläuferisch hervorragendes Team und spielen auch gut auf den Körper. Vielleicht fühlen sie sich zuhause einfach wohler als auswärts. Eigentlich spielen sie aber auch bei den Auswärtsspielen gutes Eishockey. Einen wirklichen Unterschied kann ich nicht erkennen, warum sie daheim erfolgreicher sind.

    Was sind die Schlüsselpunkte, um die Festung Volksgarten einzunehmen und den notwendigen Auswärtssieg einzufahren?

    Wie in jedem Playoff-Auswärtsspiel wird viel von den Über- und Unterzahlsituationen abhängen. Wir glauben an unsere Chance, die Serie zu gewinnen und werden auch in Salzburg wieder alles für einen Sieg geben.

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