DavisCup Melzer erkaempft 10Fuehrung
 

Davis-Cup: Melzer erkämpft 1:0-Führung

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  • 10.02.2012 | 18:13 | (sport10)

    Jürgen Melzer hat die erste Partie des Davis-Cup-Erstrundenduells gegen Russland für sich entschieden. Österreichs Nummer eins setzte sich gegen Igor Kunizin in fünf Sätzen durch.

    Jürgen Melzer hat am Freitagnachmittag mit einem Fünfsatzsieg gegen Igor Kunizin im Davis-Cup-Erstrundenduell der Weltgruppe mit Russland auf 1:0 für das ÖTV-Team gestellt. Österreichs Nummer eins setzte sich in Wr. Neustadt nach 4:04 Stunden gegen die 30-jährige Nummer 79 der Weltrangliste mit 6:2, 6:7, 6:4, 3:6, 6:1 durch und hat so für einen erfolgreichen Start des rot-weiß-roten Teams von Neo-Kapitän Clemens Trimmel gesorgt. Melzer präsentierte sich zwar über die gesamte Partie hinweg als besserer Spieler, hatte schlussendlich aber doch hart mit seinem Konkurrenten zu kämpfen.

    Nachdem der Österreicher den ersten Satz relativ klar für sich entschied, war Melzer auch im zweiten Durchgang klar spielbestimmend. Nachdem der Deutsch-Wagramer drei Satzbälle vergab, kam Kunizin aber ganz stark zurück, sicherte sich im Tiebreak den Ausgleich zum 1:1. Der dritte Satz verlief dann wieder zugunsten des Niederösterreichers, der die positiven Emotionen aber nicht in den vierten Satz mitnehmen konnte. Völlig überraschend musste Melzer ein Break hinnehmen, ehe Kunizin eiskalt zum abermaligen Ausgleich servierte.

    Aufstellungspoker geht nach hinten los

    Erst im fünften Satz machte Melzer dann mit einem sehr souveränen Spiel alles klar und beendete mit einem 6:1-Satzsieg das "Kampf-Spiel". Ein Ausgang, der auch eine Niederlage für den langjährigen russischen Davis-Cup-Kapitän Schamil Tarpischew, dessen Aufstellungspoker zumindest in der ersten Partie nach hinten losging, bedeutet. Am Donnerstag hatte er bei der Auslosung für eine große Überraschung gesorgt, indem er Kunizin anstatt des auf der ATP-Tour zuletzt wesentlich erfolgreicheren Michail Juschni (Tourniersieger in Zagreb) ins Rennen gegen Melzer schickte.

    Grund dafür sollen unter anderem Schulterprobleme von Russlands derzeit wohl stärkstem Tennisspieler gewesen sein. Jürgen Melzer zeigte sich von dieser Entscheidung schon im Vorfeld des wichtigen Duells nicht nur überrascht, sondern auch erleichtert. Vielleicht sogar etwas zu erleichtert. Denn Kunizin erwies sich nach holprigem Beginn im weiteren Spielverlauf als ganz harte Nuss, kämpfte sich immer wieder aus scheinbar aussichtlosen Situation zurück in die Partie. Am Ende setzte sich dennoch die Klasse durch.

    Haider-Maurer gegen Bogomolow gefordert

    Auch aus persönlicher Sicht ein wichtiger Sieg für Melzer, der nach seinem Ersrunden-Aus bei den Australian Open schon beim ATP-Turnier in Zagreb unter Beweis gestellt hat, dass er immer besser in Form kommt. Zudem gelang dem Österreicher die Revanche für die bittere Niederlage gegen Kunizin in der zweiten Runde der US-Open im vergangenen Jahr. Überhaupt ist es im Head-to-head der erste Sieg des Linkshänders gegen den Russen, der die ersten beiden Duelle (das erste in Pörtschach) für sich entscheiden konnte.

    "Ich war einfach der aggressivere Spieler und habe eigentlich immer bestimmt was passiert", erklärte Melzer nach dem Sieg und fügte hinzu: "Kunizin hat gut dagegengehalten und wenn ich ihm die Chancen gegeben habe, auch zugeschlagen. Ich kann nicht einfach Tempo aus meinem Spiel nehmen, sonst mache ich Fehler. Er hat sehr geschickt gespielt, aber schlussendlich hat es doch zum Sieg gereicht. Die Stimmung war einfach sensationell, die Leute haben vom ersten Punkt weg gepusht. Ohne denen hätte ich das heute nicht gewonnen. Ich habe gewusst, dass ich gewinnen muss, wenn wir gegen Russland siegen wollen. Das habe ich geschafft"

    Der Start hätte für das ÖTV-Team besser gar nicht verlaufen können, nun liegt es an Andreas Haider-Maurer diesen im zweiten Duell zu bestätigen. Der 24-Jährige geht als Außenseiter ins zweite Einzel gegen den 28-jährigen Davis-Cup-Debütanten Alex Bogomolow, könnte das große Ziel, den ersten Einzug ins Viertelfinale seit 1995, mit einem weiteren Sieg aber ein großes Stück näher bringen. Nachdem am Samstag das Doppel über die Bühne geht, stehen am Sonntag zwei weitere Einzel-Begegnungen auf dem Programm.

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