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NFL: Flacco und der Titelblatt-Fluch

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  • 19.01.2013 | 15:48 | (sport10)

    Der Ravens-Quaterback Joe Flacco schwimmt vor dem nächsten NFL-Clash auf der Erfolgswelle, kämpft gegen ein Magazin-Cover und hadert mit der Autokorrektur seines Handys.

    Noch 31 Sekunden waren auf der Uhr im Spiel zwischen den Baltimore Ravens und den Denver Broncos. Spannung lag in der Luft. Und dann: Ravens Quaterback Joe Flacco wirft einen 70-Yards-Pass auf Jacoby Jones, der fängt den Ball sicher und bringt die Ravens in die Verlängerung. In der Overtime angekommen ließen sich die Ravens und Flacco nicht mehr von der Euphorie-Welle vertreiben. Der Einzug ins AFC-Finale (Puls4 überträgt die beiden Confrence-Finals am Sonntag ab 20:15 Uhr live), wo die New England Patriots warten, fixiert. Flacco wird als Held gefeiert.

    Jetzt ist Flacco der General

    Als "Pass für die Annalen" wird sein Zuspiel von ESPN bezeichnet. "Joe Cool" hat es allen gezeigt. Ganz anders war es noch im Vorjahr, als er sich vor dem AFC-Finalspiel (ebenfalls gegen die Patriots) mit heftiger Kritik an seiner Person auseinandersetzen musste. Er habe die Offense nicht im Griff gab es damals zu hören.

    Er ist ein echter Leader.

    Flacco antwortete damals dem kritischen Journalistenvolk: "Ich bin mir sicher, wenn wir gewinnen, werde ich mit dem Sieg nichts zu tun haben, zumindest wenn es nach euch geht." Im Jahr 2013 sieht es anders aus. Flacco sei "der Schlüssel zum Sieg" heißt heuer der Tenor.

    Von seinem Quaterback-Gegenüber Tom Brady werden ihm Rosen gestreut: "Joe macht einen tollen Job. Ich habe viele Videoaufnahmen von ihm gesehen, er ist ein großartiger Anführer." Und auch im eigenen Team scheint die Hackordnung nun zu stimmen. Superstar Ray Lewis bezeichnet Flacco als den "General" in den Reihen der Ravens. Und trotzdem hat Flacco wieder Ärger mit der Presse, wenngleich man dafür eine gehörige Portion Aberglaube bracht.


    Flacco bringt nichts aus der Ruhe.

    Scheitert er an einem Magazin?

    Der Grund: Ausgerechnet jetzt setzte ihn die renommierte Sports Illustrated auf das Cover. Der Fluch ist damit perfekt, die Gazetten füllen ihre Zeilen auf, denn eine Legende besagt: Kommst du auf das Cover der SI, sind sportliche Probleme vorprogrammiert. Sogar mit einer Statistik wurde diese Legende bereits verfeinert. Von 2456 Coverhelden des Magazins hatten gut 37 Prozent mit Verletzungen, sportlichem Misserfolg oder gar mit dem Tod zu kämpfen.

    Auch Flacco war davon schon betroffen. Beim seinem letzten Cover-Auftritt verloren die Ravens das darauffolgende Spiel im September 2011. Im Hier und Jetzt glaubt der mit Selbstvertrauen vollgepumpte Quaterback natürlich nicht daran: "Wir fühlen uns, als könnte uns niemand besiegen."

    Flacco: Das Handy macht ihn schlaff

    Der 28-Jährige hadert mit einem ganz anderen Problem. Der Autokorrektur zahlreicher Handys: Regelmäßig ändert diese seinen Namen "Flacco" in "flaccid", was übersetzt "schlaff" bedeutet. Nach dem Sieg über die Broncos habe er zahlreiche Glückwunsch-SMS erhalten, alle adressiert an "schlaff". "Ich habe gerade Payton Manning besiegt und dann passiert das", sagt Flacco. Wenn die Glückwünsche sein einziges Problem bleiben ...

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