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Simoncelli-Irrsinn: Video zeigt Missstände

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  • 25.10.2011 | 15:33 | (sport10)

    Der tragische Unfalltod von Marco Simoncelli beweist, welchen extremen Risiken sich die Fahrer aussetzen. Ein schockierendes VIDEO zeigt: Die MotoGP braucht Formel-1-Hilfe.

    Marco Simoncellis Todessturz - er war Schicksal, aber er war nicht nur Zufall: Kaum ein anderer Pilot ging so sehr an Grenzen, und über Grenzen hinaus - er war ein 105-Prozent-Rider.

    Marco Simoncellis Tod - er macht trotzdem betroffen, auch in der Ausweglosigkeit: Denn im Gegensatz zum Tod von Dan Wheldon im hinbröckelnden Oval von Las Vegas wird man hier niemand Schuldigen finden. Der Tod war unvermeidlich.

    Ein erschütterndes Video

    Aber trotzdem muss alles, was in Sepang passiert ist, genau untersucht werden. Denn ein auf YouTube kursierendes Video eines Zuschauers schockiert. Wir sehen völlig überforderte Streckenposten, die eine dilettantische Bergung des Verunglückten machen. Beim Rauslaufen kommen sie ins Stolpern, lassen ihn sogar fallen. Es hat was von Kabarett, doch der Tod spielt mit und gewinnt. Es ist erschütternd. Auch kann man in den ersten eineinhalb Minuten niemand ausmachen, der ein Arzt sein dürfte.

    Für jemand, der mit der Formel 1 unterwegs ist, wirken diese Bilder vom Sonntag wie aus der Steinzeit. In der Formel 1 gibt es ein Medical Car, Rennärzte, auf die Sekunde genau getimte streng hierarchische Abläufe. Das sind die Streckenposten ausgebildet, die medizinische Versorgung aber ist in der Hand des Notarztes, der unter Garantie schon nach wenigen Sekunden auf der Strecke ist. Die Bergung erfolgt präzise und slapstickfrei, Medical Center (an der Strecke) und Hubschrauber sind in guten Händen, von erfahrenen Profis geführt.

    Drei Tote in einem Jahrzehnt

    Es wird Zeit, dass die Motorrad-WM, die in ihrer Geschichte 47 Piloten das Leben kostete, drei davon im letzten Jahrzehnt, endlich die Standards der Formel 1 einführt und der Tod auf der Rennstrecke für alle Zeiten in die Archive gesperrt wird. Die MotoGP muss als schneller und teurer Risiko-Sport endlich ein Sicherheits-Management haben, das nicht Unterliga-Niveau hat.

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