Vettels Rueckstand ueberrascht McLaren
 
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Vettels Rückstand überrascht McLaren

McLaren war im samstäglichen Qualifying von Melbourne nicht zu schlagen. Red Bull hechelte dem britischen Rennstall hinterher - eine Tatsache, die Jenson Button verwunderte.

17.03.2012 | 16:06 | (sport10)

Wenn am Sonntag um 07.00 Uhr MEZ der Startschuss für den Grand Prix von Australien fällt, wird die erste Reihe fest in britischer Hand sein. Lewis Hamilton sicherte sich am Samstag im Qualifying die Pole Position, sein Landsmann Jenson Button landete unmittelbar dahinter auf Platz zwei.

Dabei war vor allem die Art und Weise beeindruckend, wie die beiden Briten das Feld in Melbourne dominierten. Überraschungsmann Romain Grosjean im Lotus fehlten über zwei Zehntel auf Button und drei auf Hamilton - ein guter Indikator für die Überlegenheit der beiden McLarens.

Spannendes internes Match

Das interne Match zwischen Button und Hamilton war dafür an Spannung nicht zu überbieten. "Jenson hat einen fantastischen Job gemacht", streute Hamilton seinem Landsmann nach der Quali Rosen. "Er war immer knapp hinter mir und ist mir auf den Fersen geblieben." Am Ende reichte es trotzdem nicht ganz. 72 Tausendstel einer Sekunde fehlten Button auf die Pole, doch der trug's mit Fassung und stichelte ein wenig gegen die Konkurrenz.

"Ich war ein bisschen überrascht, wie groß der Vorsprung auf Red Bull und einige andere Kollegen ist", erklärte der McLaren-Pilot süffisant. "Aber das nehmen wir gerne mit."

Vettel so schlecht wie seit Jahren nicht

Tatsächlich war RBR am Samstag meilenweit von Hamilton/Button entfernt. Mark Webber belegte unmittelbar vor seinem Teamkollegen und Weltmeister Sebastian Vettel Rang fünf. Der Rückstand: Jeweils etwa sieben Zehntel. Für Vettel war es überhaupt das schlechteste Qualifying-Ergebnis seit dem Grand Prix von Italien im Jahr 2010. "Wir haben uns ein bisschen mehr erhofft", so der Deutsche.

Das miserable Abschneiden von Ferrari dürfte ihm kaum ein Trost sein. Fernando Alonso wurde Zwölfter, Teamkollege Felipe Massa belegte Platz 16. David Coulthard, ehemaliger F1-Pilot und jetzt Co-Kommentator der BBC, sagte dazu: "Das war unglaublich. Der Frust muss bei Ferrari immens sein. Mit dem Auto stimmt irgendetwas überhaupt nicht."

Räikkönen: "Das war kein guter Start"

Diese Ausrede hat Kimi Räikkönen nicht. Während sein Teamkollege Grosjean sensationell auf Rang drei fuhr, war für den routinierten Finnen schon in Q1 Schluss. Er wird am Sonntag vom 18. Platz aus ins Rennen gehen und war dementsprechend enttäuscht: "Ich habe abgebremst, weil ich dachte, wir haben noch Zeit für eine weitere Runde. Aber die hatten wir nicht", so der Comebacker.

"Niemand hat mir gesagt, dass ich mich beeilen muss. Aber es ist nicht die Zeit, jemandem die Schuld zu geben. Alle sind gleich enttäuscht wie ich. Das war kein guter Start."

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