Wolff Lauda fuehren Silberpfeile
 
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So österreichisch ist Mercedes GP

Zwei Wiener sollen den deutschen Formel-1-Rennstall zurück in die Erfolgsspur führen. Mit Wolff und Lauda will Mercedes eine neue Ära einleiten.

21.01.2013 | 12:39 | (sport10)

Ein Grand-Prix Sieg in den vergangenen drei Jahren - und das trotz der namhaften Fahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg. Zu wenig, für das Formel-1-Team von Mercedes. Nun plant die Daimler AG eine Neuausrichtung ihres Motorsportteams in der Königsklasse. Rekordweltmeister Schumacher beendete gerade seine Karriere, macht Platz für Lewis Hamilton. Doch der britische Ex-Weltmeister ist nicht die einzige namhafte Veränderung beim Team mit dem Stern auf der Nase.

Auch in der Führungsebene tut sich einiges. Daimler verkündete die Verpflichtung des Österreichers Toto Wolff als neuen Sportchef. Der 41-Jährige wird somit Nachfolger des Deutschen Norbert Haug, der 22 Jahre lang das Team anführte.

"Als Unternehmer, Investor und Motorsport-Manager hat Wolff schon bewiesen, dass dieser Sport in seinem Blut fließt", sagte Dr. Dieter Zetsche, Daimlers Vorstandsvorsitzender. Außerdem kenne sich Wolff mit den ökonomischen Gegebenheiten im Motorsport aus. "Wir haben nicht nur einen erfahrenen Motorsport-Spezialisten für unser Formel 1 Team gewonnen, sondern auch einen langjährigen Enthusiasten der Mercedes-Benz Marke", so Zetsche weiter.

Gemeinsam mit Niki Lauda in eine neue Ära

Wolff ist somit Teil eines Trios an der Mercedes Motorsport Spitze. Ihm zur Seite steht der Brite Ross Brawn, der als Teamchef je acht Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaften in der Formel 1 feierte. Dritter im Bunde ist Niki Lauda. Der Wiener war bislang Aufsichtsratschef von Mercedes Motorsport, wird nun Teilhaber. "Mit diesen beiden werden wir unsere Silberpfeile in eine nächste Ära führen", sagt Zetsche.

Wolff selbst freut sich auf seine neue Aufgabe. "Mercedes ist einer der wichtigsten Adressen im weltweiten Motorsport. Ich bin nicht nur ein großer Fan, sondern blicke optimistisch der neuen Herausforderung entgegen. Neben der Vorbereitung auf eine erfolgreiche Rennsaison steht auch die gezielte Förderung talentierter Nachwuchskräfte im Fokus."

Seinen eigenen Traum als Fahrer in der Formel 1 zu reüssieren musste Wolff 1994 aufgeben. Nach dem schweren Unfall des Tirolers Karl Wendlinger in Monaco zog sich der gemeinsame Sponsor zurück, Wolff verdiente sein Geld fortan als Finanzinvestor und Geschäftsmann. Er besitzt unter anderem einen 15-prozentigen Anteil am Williams-Team. Dessen Wert wird auf 35 Millionen Euro geschätzt. 2009 war er bei Williams eingestiegen, war seit Sommer 2012 Teil der sportlichen Führung. Diese Position gibt Wolff nun auf, um Mercedes zurück in die Formel 1 Spitze zu führen.

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