So ernst trifft man Danny nie!
 
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Danny Kass im Interview

Danny Kass ist mit seinen 29 Jahren eine Legende im Snowboarden und schon Teil der Geschichtsbücher. Bei den Nike Chosen Sessions im Silvretta-Montafon hatten wir die Gelegenheit mit Danny zu quatschen und einige wilde Party-Nächte zu verbringen. Auch im Feiern ist er ganz groß, das können wir bezeugen!

01.06.2012 | 00:00 | (sportnet.at)

Hey, Danny! Stell dich bitte kurz vor und erzähle uns, wie du zum Snowboarden gekommen bist.
Mein Name ist Danny Kass, ich bin 29 Jahre alt und komme aus New Jersey, USA. Ich habe zuerst angefangen zu Skaten und als ich zwölf war, habe ich auch zu Snowboarden begonnen. Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft für Contests und so startete ich auch schon in einem frühen Alter an Wettkämpfen teilzunehmen, das ist nun schon weit über zehn Jahre her.

Du hast neben dem Snowboarden auch noch deine eigen TV Show, worum geht es dabei?

Ja genau, ich habe meine eigene Show auf Fuel TV mit den Namen “The Adventures of Danny & The Dingo”. Wir haben gerade die fünfte Staffel gemacht und sie ist gut angelaufen. Die Show begleitet einfach eine Horde Snowboarder, Skateboarder und andere lustige Zeitgenossen auf ihren Reisen und dokumentiert, was wir erleben und welche Abenteuer wir an den verschiedene Zielen erleben.

Du bist in der Vergangenheit sehr erfolgreich Contests gefahren, worauf konzentrierst du dich im Moment?

Nachdem ich letzte Saison wegen einer Knie-OP aussetzten musste und nur wenige Contests fahren konnte, habe ich dieses Jahr zum “fun year” erklärt, um meine gewohnte Stärke wiederzubekommen. Ich habe ein bisschen mit Nike und Absinthe gefilmt und das hat meinen Style auch sehr beeinflusst. Ich war wenig in Park und Pipe unterwegs, dafür habe ich viel Zeit im Backcountry verbracht und bin sehr viel zu Fuß gegangen. Es war ein super coole Saison bis jetzt, vielleicht auch, weil ich noch kein einziges Mal mit dem Sled unterwegs war, sondern nur gehiked bin.

Was war dein bester und herausragendster Moment in diesem Winter?

Das war definitive der Trip nach Österreich! Wir waren in der Gegend rund um den Arlberg unterwegs und ich hatte das Vergnügen mit Gigi (Rüf,) Wolle (Nyvelt) und Eric Jackson im Backcountry unterwegs zu sein. Ich habe das in den letzten Jahren eher verabsäumt und so war es ein sickes Gefühl sich immer besser an die Konditionen zu gewöhnen und sich immer stärker und sicherer zu fühlen. Ich denke sogar darüber nach, im nächsten Jahr nach Japan oder Österreich zu ziehen, ich liebe das österreichische Terrain.

Was war der Höhepunkt deiner Karriere?

Hmm, schwere Frage, aber ich würde sagen das erste Mal, als ich bei den US Open of Snowboarding in Stratton wirklich gut gefahren bin. Ich bin dort schon als junger Amateur gestartet und ich hatte einen Sieg immer als Ziel vor meinen Augen, vor allem weil der Event so prestigeträchtig ist und nicht weit von meinem Zuhause entfern liegt.

Du bist zwei Mal bei den Olympischen Spielen angetreten und hast zwei Silbermedaillen geholt, was denkst du über die momentanen Streitereien zwischen der FIS und der TTR?
Als Amerikaner bekomme ich von den Querelen der beiden nicht so viel mit. Wir haben mit der USSA einen sehr starken Verband in den Staaten, der die Snowboarder sehr gut und tatkräftig unterstützt, der Background ist einfach ein anderer. Die FIS kommt eher aus dem Schisport und darum wollen viele Snowboarder eine Abspaltung, in Wirklichkeit sollte es aber egal sein, denn wir alle snowboarden, weil wir es lieben und wenn jemand Wettkämpfe bestreiten möchte, dann muss er sich an bestimmte Regeln halten, das wird immer so sein.

Lass uns über die Nike Chosen Sessions reden, was ist deine Meinung?
Das Coolste daran ist, dass der Park eigentlich für “The Chosen”, also die “Auserwählten” gebaut wurde. Wir Teamrider sind zwar auch hier und fahren mit, doch es scheint als würden die Jungs unseren Job machen. Sie versuchen alles, um die einzelnen Disziplinen zu gewinnen, gute Shots zu bekommen und ihre Filmparts so perfekt wie möglich zusammen zu basteln, so viel Aufwand gehört belohnt!

Was ist dein Lieblings-Obstacle im Park?
Die Features im Park sind einfach perfekt, der Bowl ist richtig cool und lädt ein, ein paar Skatestyles auf den Berg zu bringen. Ich persönlich mag es, wenn Leute durch die Luft fliegen und sich weit und hoch hinauskatapultieren, deswegen liegen mir auch die großen Kicker und Quarters mehr. Den Park ganzen Tag für sich zu haben und zu Shredden, was das Zeug hält ist einfach verrückt.

Du hast bei Nike deine eigene Kollektion, erzähl uns ein wenig darüber.

Nächste Saison wird das “Quick Strike Jacket” auf den Markt kommen und in gut selektierten Shops in einer limitierten Auflage zum Verkauf stehen. Die Details werden erst verraten, wenn es soweit ist. Außerdem wird es wieder meinen Signature-Boot, den DK Zoom, geben. Diesmal wird der DK Außenschuh mit der Kaiju Sohle kombiniert, das ganze im einfachen Military-Look. Die Produktentwicklung bei Nike ist wirklich extrem gut, so viele gute Ingenieure und Designer arbeiten an den Produkten und jeder gibt sein Bestes. Schon beim ersten Boot von Nike, dem „Zoom Force”, haben acht Teamfahrer ihren Input gegeben und die verrückten Professoren bei Nike haben daraus den Boot entwickelt, so läuft das hier seit Anbeginn.

Word Rap

Was ist der Sinn des Lebens?


Zu leben!
Was ist das Schwierigste, das du in deinem Leben je gemacht hast?

Hmm, keine Ahnung, ich liebe Herausforderungen und eine spezielle herauszusuchen, fällt mir schwer.

Wenn du für einen Tag unsterblich wärst, was würdest du tun?

Ich würde vielleicht ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springen, die Niagara Fälle nur mit Schwimmflügeln hinabstürzen und nach Alaska zum Freeriden gehen und es dort so richtige ohne Rücksicht auf Verluste herausfordern.

Wenn du aus irgendeinem Grund sofort aus deinem Haus flüchten müsstest, was würdest du mitnehmen?

Meine Katze “Blue” aka “B100”, mein Telefon, meine Kamera und den Brief von George W. Bush, den ich für besondere Dienste um die Vereinigten Staaten von Amerika bekommen habe!



Wenn Hollywood einen Film über dich drehen würde, wer sollte dich spielen?

Ich würde das selbst machen, sowie Howard Stern – keepin’ it real! 

Danny, Danke für das Interview! Wir freuen uns auf das nächste Mal, viel Spaß in der nächsten Saison
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