Urška Pribošič

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  • 13.12.2010 | 00:00 | (sportnet.at)

    Urška ist Pingufan, findet Balkanesen langsam und vermisst manchmal ihren Style beim Snowboarden. Auf den Mund gefallen ist sie jedenfalls nicht: massivemoves.com bat das sympathische Mädel aus Slovenien zum Interview.

    massivemoves.com: Hi Urška! Seit wann snowboardest du und wer hat dich beeinflusst, als du damit begonnen hast?
    Urška Pribošič:
    „Ich habe vor zehn Jahren angefangen. Damals kannte ich eigentlich keine Snowboarder außer meiner Schwester und meinem Bruder, also hatten sie den größten Einfluss auf mich.“

    Erinnerst du dich an deinen ersten Tag am Snowboard?
    „Tu ich! Wir waren auf einem Berg nahe meinem Zuhause mit meiner Family. Es war ein toller Tag mit viel Pow. Mein Vater dachte es wäre am besten, Snowboarden im Tiefschnee zu lernen, weil man sich nicht so leicht verletzen kann. War eigentlich eine ganz gute Idee, nur war es zum Anfangen ziemlich schwer dort ein paar Turns zu machen. Mein Bruder hatte sein eigenes Snowboard und ich musste mir eines mit meiner Schwester teilen. Wir hatten alle Schischuhe an und ich erinnere mich, dass ich aussah wie ein Flugzeug (lacht).“

    Wer war das Vorbild deiner Kindheit und wer ist es jetzt?
    „Seit kurzem ist das für mich Pingu. Er landete den größten Kicker total leicht mit einem Polster unterm Arsch.“



    Wie würdest du deinen Fahrstil beschreiben?
    „Ich finde, dass mir manchmal der Style fehlt…“

    Kannst du vom Snowboarden leben oder verdienst du deine Brötchen noch mit einem anderen Job?
    „Nicht wirklich. Aber ich habe auch keine Zeit dafür oder ich bin einfach nur Faul (lacht). Das Leben als Student hilft mir sehr – alles ist viel billiger, aber ich bin ja sowieso pleite.“

    Wie wichtig ist Snowboarden in deinem Leben – gibt’s noch etwas Wichtigeres?
    „Es ist sehr wichtig für mich aber es gibt auch andere Dinge, die mir mehr bedeuten. Zum Beispiel meine Gesundheit und meine Ausbildung. Ich weiß, dass ich nicht für immer Snowboarden kann. Natürlich sind auch meine Familie und meine Freunde sehr wichtig.“

    In den letzten Jahren gibt es in der Szene immer mehr gute europäische Mädels, die aus dem Osten kommen. Warum glaubst du ist dem so?
    „Die Balkanesen sind langsam. Wir haben erst vor ein paar Jahren herausgefunden, dass Snowboarden überhaupt existiert. Und wir haben gerade erst angefangen Englisch zu lernen.“

    Auf Seite zwei geht's weiter! Erzähl uns etwas über deine Crew „Boobish 5“!
    „Es ist einfach pure Genialität! Die Videos sprechen für sich. Diese Saison kommen mehr Episoden, stay tuned!“


    Boobish new season from ar_shp on Vimeo.

    Die Roxy Chicken Jams 2011 sind beide abgesagt worden – wie denkst du darüber?
    „Danke, dass ihr mir das erzählt. Ich wusste nicht, dass sie beide gecancelt wurden. Schade! Aber dafür sind einige Contests für Frauen geöffnet worden, bei denen vorher nur Männer mitfahren durften. Ich glaube, so ist es besser, in Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit und all das… Aber wir wissen ja alle, dass Männer- und Frauensnowboarding weit davon entfernt sind, gleichwertig zu sein.“

    Bevorzugst du es, mit Mädels oder Burschen zu fahren? Macht es einen Unterschied für dich?
    „Es kommt darauf an, wo und was. Manchmal kann ich nicht wirklich mit den Typen mithalten, also fahre ich mit Mädels, die eher das gleiche Level haben wie ich.“

    Was ist im Moment dein Lieblingstrick?
    „Jezus Air.“

    Was war deine bisher schlimmste Verletzung?
    „Ein gebrochenes Handgelenk und ein paar Gehirnerschütterungen. Gehirnerschütterungen sind wahrscheinlich schlimmer aber ein gebrochenes Handgelenk schmerzt mehr.“

    Was sind deine schlimmsten Gewohnheiten?
    „Ich bin wirklich langsam beim Beantworten von elektronischen Nachrichten.“

    Was war das Peinlichste, das dir jemals passiert ist?
    „Für mich ist es am Peinlichsten, wenn ich Interviews mit mir sehe.“

    Mit wem würdest du am liebsten auf ein Date gehen?
    „Das verrate ich nicht.“

    Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
    „An einem sonnigen Powdertag mit meinen Freunden shredden, und zwar ohne Lawinengefahr.“

    Wenn du für einen Tag ein Mann wärst, was würdest du tun?
    „Ich würde mich selbst daten.“

    Bester Song fürs Fahren:
    “Destiny’s Child: I’m a survivor.”

    Bester Platz um ein paar nette Pillows zu hitten?
    „Mein Heimatberg Vogel.“

    Bester Trip:
    „Neuseeland.“

    Danke für das Interview!
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