Tom Hofer

06.12.2012
11:41

Messi ist besser als Müller

von Tom Hofer

Barcas Wunderkicker sticht den Bayern-Bomber aus.

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  • Okay, Lionel Messi hat den Gerd-Müller-Rekord also noch nicht eingestellt. Wie wichtig ihm diese Bestmarke ist, hat das Macht gegen Benfica gezeigt. Für die Jagd nach dem 85. Tor im Jahr 2012 nahm der beste Kicker des Planeten in einem bedeutungslosen Spiel sogar das Risiko einer Verletzung auf sich. Zum Glück ging der Crash mit Benfica-Goalie Artur mit einem Bluterguss im linken Knie relativ glimpflich aus.

    Doch auch wenn noch dieses eine Tor fehlt - es ist an der Zeit festzuhalten: Messi ist besser als Müller! Das bestätigen die nackten Zahlen. Und zwar dann, wenn man sich die Statistik genauer anschaut. Gut, Müller hat 1972 seine 85 Treffer in 60 Spielen erzielt - Messi seine bisher 84 Tore in 64 Matches. Aber: Gleich 12 seiner Tore schoss der Bayern-Bomber in einem Bewerb namens DFB-Ligapokal. Der wurde im Sommer 1972 nur deshalb eingeführt, um die wegen der Olympischen Spiele in München extralange Sommerpause der Bundesliga zu überbrücken.

    Kennen Sie den Verein FC Bayern Hof? Müller schoss in eben jenem Ligapokal gegen den drittklassigen Klub 4 Tore - die natürlich die Jahreswertung auffetten. Messis Torlawine rollte ausschließlich gegen ernsthafte Gegner. Und dabei beeindrucken vor allem folgende Kennzahlen: Wenn der Argentinier trifft, gewinnt Barca 91 Prozent seiner Spiele (bei Müller und Bayern waren es 82 Prozent)! Ohne Messis Tore hätten die Katalanen in zehn Fällen nicht gewonnen, sondern nur unentschieden gespielt, 9 Mal ohne den Messi-Faktor sogar verloren. Bei Müller liegen diese Werte bei 8 bzw. 5 Spielen.
    Interessant ist auch der Zeitraum, wann sich die beiden Superstürmer am heftigsten austobten. Bei Müller war's der März, Messi traf im September am häufigsten. In beiden Fällen jeweils 13 Mal. Gleich ist auch die längste Ladehemmung - je 3 Spiele in Folge trafen Müller und Messi nicht.

    Die Zahlen überzeugen Sie nicht? Dann bleibt Messi nichts anderes übrig als noch zwei Tore nachzulegen. Wenn es das lädierte Knie zulässt, hat er noch vier Gelegenheiten die 85-Treffer-Marke zu knacken. In der Meisterschaft am Sonntag gegen Betis Sevilla (a), gegen Atletico (16.12) und Valladolid (22.12.). Sowie am kommenden Mittwoch gegen Cordoba im Achtelfinale der Copa del Rey (12.12). Trifft er in diesem Spiel, wären es übrigens die ersten Tore in der Jahreswertung gegen einen zweitklassigen Gegner.

     

     

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