Stefan Weger

07.12.2012
09:38

Hut ab vor Deutschlands Fußball

von Stefan Weger

Seit der WM 2006 geht es mit dem deutschen Fußball stetig bergauf.

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  • Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayer Leverkusen, Hannover 96, VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach. Die deutsche Bild-Zeitung nennt sie "Die glorreichen Sieben." Zurecht! Denn mit sieben Teams war Deutschland im Sommer in die europäischen Bewerbe, Champions- und Europa-League, gestartet. Alle sieben überwintern in ihren Bewerben. Bayern, Dortmund und Schalke wurden in der Champions League sogar jeweils als Gruppensieger.

    Das erste Mal in der Geschichte erreichen alle deutschen Vertreter die K.O.-Phase. Hut ab! Eine der stärksten Ligen Europas war die Bundesliga schon lange. Mittlerweile ist sie wahrscheinlich sogar die beste. In keiner Liga ist die Dichte an Topteams so hoch wie in Deutschland. In keiner Liga gibt es so moderne Stadien wie in Deutschland und in keiner Liga Europas strömen im Schnitt so viele Zuschauer ins Stadion wie bei unseren Nachbarn.

    Seit der Heim-Weltmeisterschaft 2006 ist der Fußball in Deutschland so richtig durchgestartet. Für Österreich bedeutet das zum einen ein lachendes Auge. Warum? Derzeit spielen so viele Österreicher wie überhaupt noch nie in Deutschland. Marko Arnautovic, David Alaba, Sebastian Prödl, Andreas Ivanschitz und Co. haben bei ihren Klubs nicht nur irgendwelche Nebenrollen, sondern sie sind echte Führungsspieler.

    Und dennoch muss Österreich auch mit einem weinenden Auge in das Nachbarland blicken. Während es die Deutschen geschafft haben, eine WM zu nützen, neue Stadien zu bauen und einen wahren Fußballboom zu entfachen, hat Österreich die EURO 2008 komplett verschlafen. Vor allem was die Stadionfrage betrifft. Auch der Zuschauerschnitt ist in den letzten Jahren eher rückläufig. Schade, denn mit schönen, neuen Stadien wäre wohl auch in Österreich, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie in Deutschland, etwas möglich gewesen.

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      1. ist Redaktionsleiter von sportnet.at

      2. hat Sportjournalismus in Salzburg studiert

      3. war Eishockey-Tormann in Salzburg

      4. hat einige Tore von Eishockey-Star Thomas Vanek "gefressen"

      5. bewunderte Patrick Roy

      6. schaut gerne Fußball mit Freunden im Chelsea

      7. hat eines der ersten Interviews mit Marko Arnautovic geführt

      8. hat zwei Söhne (Jakob und Laurenz)