Raphael Pikisch

26.12.2012
09:00

Dänisches Fußballfest

von Raphael Pikisch

Als "Danish Dynamite" bei der EURO explodierte, war ich in Kopenhagen.

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  • Zugegeben, es war nicht sonderlich klug, am Eröffnungswochenende der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine einen Städtetrip mit der Ehefrau und den Schwiegereltern nach Kopenhagen zu planen - aber ich habe das bei der Buchung schlichtweg vergessen. Was anfänglich für mich der blanke Horror war, sollte sich im Endeffekt aber als Glücksfall herausstellen.

    Denn just an jenem Wochenende an dem ich in Kopenhagen war, spielte die dänische Fußball-Nationalmannschaft ihr erstes Spiel der Gruppenphase gegen den scheinbar übermächtigen Gegner aus den Niederlanden. Und wie es nun mal so ist, gibt es bei Groß-Ereignissen Public Viewings.

    So eben auch in der dänischen Hauptstadt. Am Ofelia Beach, direkt Hafeneingang und vor dem Royal Danish Theatre, versammelten sich an diesem Samstagabend tausende Menschen, um das Spiel mit Gleichgesinnten zu verfolgen. Und ich war mittendrin.

    Meine Mitreisenden, die anfangs noch ein wenig skeptisch, ob meiner Fußball-Schau-Planungen waren, teilten mit mir meine Fußball-Euphorie und so wurden wir Zeugen eines dänischen Fußballfestes. Schon bei der dänischen Hymne wurden die ersten Bengalen gezündet und lautstark mitgesungen.

    Als das Spiel schließlich abgepfiffen wurde und Dänemark dank eines 1:0-Sieges einen fulminanten Start in die EM-Endrunde hinlegte, gab es kein Halten mehr. Jubel, Tränen, Bierduschen und und und. Alles was eben dazugehört. Friedlich wohlgemerkt, denn mittendrin waren auch zahlreiche niederländische Anhänger. Gefeiert wurde schließlich Seite an Seite.

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