Kaeptn Ivanschitz bedeutet viel
 

Käpt'n Ivanschitz: "Tor bedeutet mir viel"

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  • 01.03.2012 | 11:07 | (sport10)

    Der Kapitän ist wieder da: Andreas Ivanschitz feierte sein Comeback als ÖFB-Mannschaftsführer und erzielte prompt ein "Captains Goal". Das sagen Ivanschitz und Garics.

    Die Halbzeitpause des freundschaftlichen Länderspiels zwischen Finnland und Österreich wird bei Andreas Ivanschitz wohl immer einem Platz im rot-weiß-roten Fußballerherzen haben: Weil Marc Janko ausgewechselt wurde, durfte Ivanschitz nach langer Zeit wieder die Kapitänsschleife im ÖFB-Team tragen: "Das war ein besonderer Moment für mich, als Marc runtergegangen ist und ich die Schleife bekommen habe. Ich bin froh, das Vertrauen des Teamchefs bekommen zu haben." Der 28-Jährige musst einen steinigen Weg zum Käpt'n-Comeback bewältigen.

    Bei Constantini chancenlos, bei Koller erste Wahl

    Ivanschitz wurde in den vergangenen Jahren vom damaligen Teamchef Didi Constantini außen vor gelassen. Trotz teils sensationeller Leistungen für Mainz 05 in der deutschen Bundesliga fand der Burgenländer im ÖFB-Teamkader keine Berücksichtigung. Constantini begründete damals etwas unschlüssig: "Ivanschitz ist kein Ergänzungsspieler - sondern ein Führungsspieler. Und ich setze lieber aufs Kollektiv."

    Ich wollte die Verantwortung übernehmen, das Tor bedeutet mir viel.

    Jetzt ist der Führungsspieler wieder zurück. Mit dem Selbstvertrauen der Kapitänsschleife nahm sich die Nummer 25 in der 73. Minute den Ball nach einem Foul im Strafraum an Martin Harnik. Ivanschitz versenkte den Strafstoß zum 3:0: "Ich wollte die Verantwortung übernehmen, das Tor bedeutet mir ganz viel", sagte er nach der Partie.

    Weiters analysiert der Deutschland-Legionär: "Es war ein zähes Spiel, in dem wir viel Geduld brauchten. Die Pässe in die Tiefe sind nicht angekommen, nach dem Zufallstreffer war dann aber auch die Stimmung gut. Wir wollten unseren Fans unbedingt etwas zurückgeben."

    Garics mit ähnlichem Schicksal wie Ivanschitz

    Ein ähnliches Constantini-Schicksal ereilte Italien-Legionär György Garics. Nachdem der Außenverteidiger den Ex-Teamchef öffentlich kritisierte ("Constantini wollte mich hinrichten"), war er kein Thema mehr im Nationalteam. Sein Comeback unter Marcel Koller, bei dem er unter anderem einen sehenswerten Distanzsschuss nur knapp über die Latte setzte, war aber eine Empfehlung für weitere Aufgaben.

    Garics sagte nach dem Spiel: "Das Tor hat sie gebrochen, wir konnten danach aggressiver spielen. Teilweise haben wir über die Seiten ganz ordentlich kombiniert." Garics hat es sichtlich genossen, wieder für sein Land auflaufen zu dürfen: "Die drei gemeinsamen Tage waren zwar nicht viel, es macht aber sehr viel Spaß, wieder im Team dabei sein zu dürfen."

    Es macht Spaß, wieder im Team sein zu dürfen.

    Für die Zukunft ist er positiv gestimmt: "Wir haben jetzt einige Spieler, die schon zwei, drei oder mehr Jahre im Ausland tätig sind. Diese Erfahrung ist sehr wertvoll. Am Schluss war es noch ein gutes Spiel und ein gutes Ergebnis. Wenn man nicht gleich nach zwei Minuten in Führung geht, dann muss man eben geduldig sein. Man darf die Bälle eben nicht herschenken, sondern muss ruhig weiterspielen."

    Das Motto für eine erfolgreiche WM-Qualifikation (Start im September) für Brasilien 2014 könnte also lauten: Mit voller Legionärs-Power und Geduld nach Südamerika.

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