Alaba werden daraus lernen
 

Alaba: "Wir werden daraus lernen"

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  • 15.11.2012 | 08:14 | (sport10)

    Das ÖFB-Team verabschiedet sich mit einer 0:3-Niederlage gegen die Elfenbeinküste in den Winterschlaf. In die kollektive Winterdepression wollen David Alaba und Marko Arnautovic dennoch nicht verfallen.

    Bitter kalte Temperaturen, eine Stimmung im Stadion am Gefrierpunkt und als Draufgabe noch drei Gegentore. Die Rückkehr des ÖFB-Teams nach Linz war wahrlich nicht von Erfolg gekrönt. Am Ende zeigten die Herren Didier Drogba, Yaya Toure und Co. doch deutlich, warum sie mit der Elfenbeinküste auf Platz 15 der Weltrangliste stehen.

    Zwischenzeitlich hätte Österreich durchaus mithalten können, doch die Elf von Marcel Koller verabsäumte es, an die Leistungen der letzten Länderspiele anzuschließen. Was jetzt dennoch anders ist, als bei Niederlagen in der Vergangenheit zeigen David Alaba und Marko Arnautovic. Denn von jammern, negativen Schnellschüssen und hängenden Köpfen hält man auch nach der höchsten Niederlage unter Koller nur wenig.

    "Wir können daraus lernen"

    Überhaupt, weil das Spiel gegen die favorisierten Ivorer auch eine ganz andere Richtung hätte einschlagen können. "Wir hatten speziell in der ersten Hälfte unsere Chancen in Führung zu gehen, dann könnte das Spiel anders laufen", sagt Alaba, der das Spiel der Österreicher immer wieder aus dem Mittelfeld heraus ankurbeln wollte, jedoch nicht immer einen Abnehmer für seine Pässe fand. Frust sei jetzt jedoch fehl am Platz, wie der 20-Jährige Bayern-Legionär sagt: "Wir müssen diese Niederlage so hinnehmen wie sie ist und daraus lernen."

    Verbesserungspotential sieht Alaba selbst jedenfalls genug. Wo genau der Trainer nach den Erkenntnissen des Freundschaftsspiels ansetzen sollte? "In vielen Belangen, wir werden wir im neuen Jahr mit dem Trainer analysieren, was wir hätten besser machen können." Eins sollte man nach der Partie auf der Linzer Gugel ohenhin nicht ganz außer acht lassen: "Der Gegner hat einfach ein Weltklasse-Team."

    "Dann bekommst du eben die Antwort"

    Für seinen Teamkollegen Arnautovic war das größte Manko an diesem unterkühlten Dienstagabend schnell gefunden: die Chancenauswertung - derzeit ohnehin der wunde Punkte der Nationalmannschaft. "Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt, dann bekommst du gegen eine solche Mannschaft die Antwort serviert", sagt Arnautovic.

    Die "Antwort" bekam man in Form von Gegentoren gleich mehrfach präsentiert. Nach der Führung kurz vor der Halbzeit, folgte der schwere Patzer von Heinz Lindner bei einem Schuss von Didier Drogba (Arnautovic: "Ich weiß nicht, was da passiert ist") und der abschließende dritte Treffer durch Lacina Traore, "wo wir alle geschlafen haben", wie Arnautovic anmerkt.

    Ein weiterer Schritt

    Doch: Auch wenn der Ärger über die Niederlage noch nicht gleich nach dem Schlusspfiff verflogen war, besinnte man sich schnell wieder auf den Charakter der Partie. "Es ist schade, aber es war nur ein Freundschaftsspiel", sagt Arnautovic.

    Die Koller-Elf sieht darin einen weiteren Schritt im Reifeprozess für die schweren Aufgaben im nächsten Länderspiel-Jahr. Obwohl, unreif hat man sich auch gegen die Elfenbeinküste nicht verhalten, wie David Alaba noch anmerkt: "Unreif würde ich nicht unbedingt sagen, doch das konnte man auch schon in anderen Spielen in diesem Jahr gut erkennen."

     

     

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