Alaba einen grossen Sprung
 

"Alaba hat einen großen Sprung gemacht"

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  • 13.04.2012 | 11:42 | (sport10)

    Viktoria Schnaderbeck eilt sowohl mit dem Nationalteam, als auch mit dem FC Bayern von Erfolg zu Erfolg. Warum Sie ihren Vertrag in München verlängert hat und was sie von David Alaba hält.

    Viktoria Schnaderbeck steht seit inzwischen fünf Jahren beim FC Bayern München unter Vertrag. Im sport10.at-Interview lässt die 21-jährige Steirerin die letzten drei Wochen, die von Erfolgen mit dem österreichischen Frauen-Nationalteam und dem Aufstieg ins deutsche Pokalfinale geprägt waren, Revue passieren. Außerdem verrät sie, warum sie ihren Vertrag bei den Münchnern um zwei weitere Jahre verlängert hat und spricht über ihren Klub-Kollegen David Alaba.

    sport10.at: Viki, du kannst auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken. Zwei Siege mit dem ÖFB-Team in der EM-Quali, am Montag folgte der Aufstieg mit dem FC Bayern München ins deutsche Pokal-Finale. Der österreichische Frauenfußball scheint auf einem guten Weg zu sein.

    Viktoria Schnaderbeck: Sportlich stimmt das auf jeden Fall. Die Erfolge waren aber auch hart erarbeitet. Beim Auswärtsspiel in Armenien erwischten wir einen ganz schwachen Start und mussten einem schnellen 0:2-Rückstand nachlaufen. Aber wir haben inzwischen auch die Qualität, solche Spiele noch zu drehen und das Ergebnis hätte am Ende sogar viel höher ausfallen können als 4:2.

    Armenien war für euch ein Pflichtsieg, wirklich sensationell präsentierte sich das Team von Dominik Thalhammer dann beim darauf folgenden Heimspiel gegen Portugal in Wr. Neustadt. Wie wichtig war dieser 1:0-Sieg?

    Dieser Sieg war enorm wichtig, denn damit haben wir uns das Entscheidungsspiel gegen Tschechien erarbeitet. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz werden wir wahrscheinlich einen Sieg brauchen, um uns den zweiten Platz in der Gruppe zu sichern. Damit wären wir im Playoff oder mit etwas Glück als bester Gruppen-Zweiter direkt für die Europameisterschaft in Schweden qualifiziert.


    Mit dem Nationalteam obenauf: Viki Schnaderbeck.

    Mit Portugal habt ihr einen prominenten Gegner bereits abgeschüttelt.

    Wir waren von Anfang an konzentriert bei der Sache, waren in der Defensive gut organisiert und sind durch kontrollierte Offensive auch zu unseren Möglichkeiten gekommen und eine davon hat Laura Feiersinger dann zum Glück zum Siegestreffer nützen können. Unterm Strich war es ein hochverdienter Sieg, das Spiel in Tschechien wird aber ein gänzlich anderes werden. Die Tschechinnen sind körperlich um einiges stärker als die Portugiesinnen und sie verfügen auch über sehr starke Einzelspielerinnen im Angriff. Es wird von uns allen eine Topleistung notwendig zu sein, um drei Punkte aus Tschechien mitzunehmen.

    Wie habt ihr die Kulisse im Spiel gegen Portugal in Wr. Neustadt erlebt?

    Das war wirklich ganz toll. Die 2.000 Zuschauer haben uns das ganze Spiel super unterstützt. Da muss man Wr. Neustadt und dem ÖFB wirklich ein großes Dankeschön aussprechen, dass sie aus dem Spiel ein echtes Event gemacht haben. Umso mehr hat es mich geärgert, dass ich das Spiel aufgrund einer Innenband-Überdehnung nur aus Zuschauerrolle verfolgen konnte.

    Dein Klub FC Bayern München hat es dir sicher gedankt, denn am Montag warst du gemeinsam mit deinen ÖFB-Teamkolleginnen Carina Wenninger und Laura Feiersinger schon wieder für die Deutschen im Einsatz. Und das sehr erfolgreich: Nach einem 5:2-Sieg gegen den Hamburger SV steht ihr mit dem FC Bayern im deutschen Pokalfinale.

    Ja, das war natürlich so etwas wie die Krönung der vergangenen zwei Wochen. Das Spiel war sehr abwechslungsreich, bereits nach zwei Minuten lagen wir vorne, bekamen dann postwendend den Ausgleich und gingen nur wenige Sekunden später mit 2:1 in Führung. Das war für den HSV ein Schock, von dem sie sich nicht mehr wirklich erholt haben. Jetzt freuen wir uns natürlich schon auf das Finale in Köln, wo wahrscheinlich 30.000 Zuschauer dabei sein werden.


    Familentreffen: Basti Prödl und Cousine Viki.

    War der Erfolgslauf im Cup auch einer der Gründe, warum du deiner Vertrag beim FC Bayern vor kurzer Zeit um zwei Jahre verlängert hast?

    Die sportliche Perspektive hat dabei sicher eine große Rolle gespielt. Die Mannschaft ist jung und hat großes Potential und ich denke, dass ich mich hier noch gut weiterentwickeln kann. Dazu fühle ich mich in München einfach sehr wohl, mit der Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation bin ich im Juli fertig und im Sommer fange ich neben dem Fußballspielen fix zu arbeiten an.

    Ebenfalls auf der Erfolgswelle der Bayern schwimmt mit David Alaba ein weiterer Österreicher. Inwieweit verfolgst du seine Karriere?

    In seiner Anfangszeit in München hatten wir noch regelmäßigen Kontakt, inzwischen hat sich jeder von uns einen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis ausgebaut. David hat in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht und sich körperlich und spielerisch enorm weiterentwickelt. Die Spiele verfolge ich natürlich mit großem Interesse und ich drücke ihm natürlich auch für die Meisterschaft und die Champions League fest die Daumen.

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