Trainerkarussell Schleudergang
 

Trainerkarussell im "Schleudergang"

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  • 23.03.2012 | 08:41 | (sport10)

    Das Trainerkarussell auf dem Transfermarkt dreht sich derzeit so schnell wie nie zuvor. Gleich mehrere absolute Star-Trainer suchen eine neue Herausforderung. sport10.at hat den Überblick.

    Fabio Capello, Rafael Benitez, Louis van Gaal, Andre Villas-Boas, Jose Mourinho und Pep Guardiola. Nein, das ist keine Auflistung der aktuell besten Trainer der Welt - es handelt sich dabei viel mehr um prominente Namen, die das Transferkarussell im Lager der Trainer zuletzt immer wieder kräftig in Bewegung gesetzt haben. Während Capello, Benitez, Van Gaal und Villas-Boas sogar arbeitslos sind, steht die Zukunft von Mourinho und Guardiola weiter in den Sternen. Doch welche Klubs haben derzeit die besten Chancen, sich einer dieser Superstars zu angeln?

    Fabio Capello - der "Anti"-Italiener

    Nachdem sich Capello mit der englischen Nationalmannschaft souverän für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine qualifizierte, erklärte er vor einigen Wochen aufgrund einer Auseinandersetzung mit dem englischen Verband rund um die Rassismus-Affäre um John Terry seinen Rücktritt. Nun ist der 65-Jährige arbeitslos und schließt eine Rückkehr nach Italien definitiv aus: "Ich werde ganz sicher nicht mehr in meiner Heimat trainieren." Dass er spätestens im Sommer wieder Cheftrainer eines Topklubs ist, scheint so gut wie sicher. Zuletzt wurde Capello nicht nur beim FC Chelsea gehandelt, sondern auch mit den Tottenham Hotspurs in Verbindung gebracht.

    Rafael Benitez - der Gescheiterte

    Es war im Sommer des letzten Jahres. Rafael Benitez löste bei Inter Mailand den nach Madrid gewechselten Jose Mourinho ab und sollte eine herausragende Saison wiederholen. Meisterschaft, Pokal und Champions League - all diese Titel sollten beim italienischen Traditionsverein verteidigt werden und es kam, wie es kommen musste. Benitez konnte den hohen Erwartungen mit seinem Team nicht gerecht werden, wurde noch am Ende des vergangenen Jahren beurlaubt. Nun ist der Spanier auf der Suche nach einem neuen Projekt - und an Interessenten mangelt es ihm nicht. Neben dem FC Chelsea soll er im Falle eines Mourinho-Abgangs bei Real auch dort ein Thema sein. Es ist allerdings zu bezweifeln, dass sich der 51-Jährige eine neuerliche Mourinho-Nachfolge antun will.

    Louis van Gaal - der Strenge

    Nach guten sportlichen Leistungen beim FC Bayern München waren es von 2009 bis 2011 vor allem zwischenmenschliche Probleme innerhalb der Mannschaft, die das Projekt Van Gaal vorzeitig zum Scheitern verurteilten. Im April des vergangenen Jahres musste der Niederländer seine Koffer packen und sorgte wenig später bei seinem Heimatklub Ajax Amsterdam für Aufruhr. Ab 1. Juli 2012 sollte er beim niederländischen Traditionsverein als Generaldirektor anfangen, ehe der Aufsichtsrat diesem Vorhaben einen Riegel vorschob. "Ich bin sowieso lieber Trainer als Manager", verlautbarte Van Gaal kürzlich und ist nun auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Neben dem niederländischen Topklub PSV Eindhoven soll ein weiterer Verein interessiert sein. Welcher? Genau, der FC Chelsea!

    Andre Villas-Boas - das unglückliche Talent

    Nach herausragenden Erfolgen mit dem FC Porto wurde der "Mourinho-Klon" im Sommer des vergangenen Jahres für rund 15 Millionen Euro vom FC Chelsea verpflichtet. Doch bei den Blues wollte es für den Portugiesen von Anfang an nicht so recht laufen. Schwache Leistungen in der Meisterschaft machten den Traum vom Titel relativ rasch zunichte, die Kritik von Fans und Medien wurde zunehmend größer. Anfang März wurde dieser Misere dann ein Ende gesetzt, Villas-Boas erwartungsgemäß beurlaubt. An Interessenten mangelt es dem 34-Jährigen aber nicht. Inter Mailand soll an einer Verpflichtung des Portugiesen interessiert sein - von Porto, zu Chelsea und dann zu Inter? Ein Weg, der einem irgendwie bekannt vorkommt, oder?

    Mourinho & Guardiola - die Unberechenbaren

    Nicht erst seit der laufenden Saison gehören Jose Mourinho und Pep Guardiola zu den begehrtesten Trainern der Welt. Im Sommer könnten beide auf dem Trainer-Transfermarkt landen - und das trotz starker Leistungen in der aktuellen Spielzeit. Mourinho ist mit Real zwar auf Meisterkurs und hat auch in der Champions League weiter alle Chancen, dennoch sehnt sich der Portugiese nach einer neuen Herausforderung. Ähnlich sieht es auch bei Pep Guardiola aus, der zwar weiß, dass er "die beste Mannschaft der Welt" trainiert, zuletzt aber immer wieder betonte, dass er "es fühlen muss". Im Gegensatz zu Mourinho läuft der Vertrag des Spaniers im Sommer aus, ob er diesen verlängert, steht in den Sternen. Spannung ist diesbezüglich in jedem Fall auch in den kommenden Wochen garantiert. 

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