Dortmund Fuerth
 
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Dramatisch: Dortmund besiegt Fürth

Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Borussia Dortmund und Greuther Fürth hätte am Dienstagabend dramatischer kaum enden können. Des einen Freud war wieder einmal des Anderes Leid.

20.03.2012 | 23:17 | (sport10)

Alles war angerichtet. Greuther Fürth, Tabellenführer der zweiten Liga, wollte in einem ausverkauften Stadion gegen Borussia Dortmund, Tabellenführer der Deutschen Bundesliga, die ganz große Sensation schaffen und den Einzug ins Finale des DFB-Pokals fixieren. 90 Minuten waren in einer sehr ausgeglichenen Partie gespielt, als der ganz große Coup zum Greifen nah war.

Gündogan sorgt für die Entscheidung

0:0 stand es, es ging in die Verlängerung. Auch in dieser war nie zu erkennen, wer als haushoher Favorit in die Partie gegangen war - bis zur 120. Spielminute. Denn wenige Augenblicke vor dem Schlusspfiff, als alle nur noch auf das Elfmeterschießen warteten, nahm sich Ilkay Gündogan an der Strafraumgrenze ein Herz und durfte wenige Augenblicke später den alles entscheidenden Siegtreffer zum 1:0 bejubeln.

Der Ball ging an die Stange, von dieser auf den Rücken von Goalie Jasmin Fejzic und von diesem wiederum ins Netz. Besonders bitter aus Sicht von Greuther Fürth. Es handelte sich dabei nicht nur um die letzte Aktion des Spiels, sondern auch um ein echtes "Wechsel-Drama". Fejzic war erst wenige Sekunden davor für Stammgoalie Max Grün eingewechselt worden. Der Grund? Fejzic hält im Training nahezu jeden Elfmeter, ist zudem ein sicherer Schütze.

Büskens muss Mannschaft aufrichten

Fürth-Trainer Michael Büskens war nach dem bitteren Ende natürlich enttäuscht, von einem Fehler beim Wechseln wollte er aber nichts hören: "Wir müssen die Mannschaft jetzt aufrichten, so ein Ende hat sie sich nach dieser tollen Leistung einfach nicht verdient. Den Wechsel als Fehler zu bezeichnen kann ich nicht akzeptieren. Der Schuss hat einfach gepasst und dass er dann vom Rücken ins Tor geht, ist einfach nur unglaubliches Pech. Es tut mit Leid für die Mannschaft, dass sie hier nun so als Verlierer vom Platz gehen muss."

Ganz anders sah die Gefühlslage bei Dortmund-Coach Jürgen Klopp aus: "Das ist ein absoluter Traum, vor allem die Art und Weise wie wir uns diesen Sieg erkämpft haben. Greuther Fürth hat ein irrsinnig tolles Spiel gemacht, gekämpft, gebissen und sich gut Chancen herausgespielt. Wir hatten aber auch einige gute Möglichkeiten und mindestens eine hätten wir schon zuvor machen müssen. Dass du hier nicht herfährst und diesem starken Team drei, vier Dinger reinmachst, ist ganz normal. So ist das im Pokal."

Bayern München oder Gladbach?

Glücklich war natürlich auch Torschütze Gündogan: "Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, das war Emotion pur. Das Tor in letzter Sekunde reicht schon, dass ich es auch noch geschossen habe, ist einfach unglaublich." Auf wen die Dortmunder im Endspiel in Berlin treffen, entscheidet sich am Mittwoch. Dann trifft der FC Bayern München im zweiten Halbfinale auf Borussia Mönchengladbach. Ein weiterer spannender Pokal-Abend ist also bereits jetzt garantiert.

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