Spendlhofer stellt Milans Flamini
 

Spendlhofer stellt Milans Flamini und Co. kalt

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  • 04.03.2012 | 09:16 | (sport10)

    Inter Mailands Reserve-Team setzte sich gegen jenes des AC Milan mit 2:0 durch. Ein Österreicher stach dabei heraus, für einen weiteren blieb nur der Platz auf der Ersatzbank.

    "Das Derby ist vielleicht entscheidend für das Schicksal in der Meisterschaft, aber noch wichtiger für viele junge Karrieren", hatte eine italienische Zeitung im Vorfeld des kleinen Derby della Madonnina bemerkt. Nicht umsonst übertrug Italiens große TV-Anstalt Sportitalia live aus dem Vismara Sports Centre bis hinunter zur Stiefelspitze.

    Spendlhofer trifft auf Flamini

    Und jene Zuseher vor dem Flimmerkasten dürften ebenso wie die 2.500 vor Ort Augen gemacht haben, als in Milans Mittelfeld ein bekanntes Gesicht auflief, um nach einem Kreuzbandriss Spielpraxis zu sammeln: Mathieu Flamini. Er stand auf dem Spielerblankett – genau wie zwei wesentlich jüngere Österreicher. Während sich Milans Neuzugang Philipp Prosenik auf der Bank wiederfand, stand eine hierzulande weitgehend unbekannte Aktie schon wieder in Inters Innenverteidigung: Lukas Spendlhofer.


    Und der 18-Jährige zählte einmal mehr zu den überragenden Figuren am Platz. Gegen Milans 28-Tore-Sturm, Gianmario Comi und Simone Ganz, glänzte Spendlhofer in der Viererkette durch Intelligenz im Aufbau, Antizipation im Spiel gegen den Ball und Zweikampfstärke in der Luft. Nicht umsonst wird der 1,87 Meter große Niederösterreicher auch bei Standardsituationen in die Offensive beordert.

    Schularbeiten, Matura, Derby

    So auch bei einem Corner in Hälfte zwei, als Spendlhofer knapp verpasste, ehe der Senegalese Ibrahima Mbaye einköpfte und die Weichen stellte, um den zweitplatzierten Rivalen zu überholen. Für den Endstand sorgte Daniel Bessa, der auch das letzte Derby (1:0) zugunsten Inters entschieden hatte. Damals zählte übrigens auch der mittlerweile zu den Profis hochbeorderte Davide Faraoni noch zum zweiten Anzug der Nerazzurri.

    Spendlhofer, der sich zuletzt im Viareggio-Cup und in der Meisterschaft treffsicher gezeigt hatte, hätte unter der Woche ebenso wie Prosenik zu Österreichs U19-Team abgestellt werden sollen, bat aber bei Teamchef Rupert Marko um Nachsehen, da er für mehrere Schularbeiten sowie seine Matura-Prüfung zu lernen hatte.

    Geduld als oberste Prämisse

    Für Prosenik gilt Geduld als oberste Prämisse. Der eben erst von Chelsea gekommene Angreifer, der im Winter von der Austria umworben wurde, muss sich zurzeit noch hinter dem stärksten Angriff der Liga anstellen. Demnächst stehen die ersten Sprachstunden auf dem Plan. Denn erst dann, wenn der 19-Jährige italienisch kann, darf er auch bei Milans Profis mittrainieren.

    Dass er nach Zlatan Ibrahimovic der zweitgrößte aller Milan-Stürmer ist, gefällt den Verantwortlichen aber schon jetzt.

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