DFBElf verliert Warum leichtfertig
 

DFB-Elf verliert: "Warum so leichtfertig?"

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  • 01.03.2012 | 09:11 | (sport10)

    Deutschland startet mit einer 1:2-Niederlage gegen Frankreich in das EM-Jahr. Im Mittelpunkt steht der Ärger, die Farbe Grün und entspannter Nervenkitzel.

    Egal ob die Bild oder die renommierte FAZ. Die 1:2 Niederlage gegen Frankreich hatte schnell ihre Schlagzeile gefunden: "Zu Grün", sei man noch im deutschen Lager. Warum?

    Die grünen Ausweichdressen der DFB-Elf haben einfach keinen guten Ruf. Beim letzten Mal im grünen Dress liefen die Deutschen bei der EM 2000 - damals noch mit Libero Lothar Mattäus - auf und verloren prompt gegen England mit 0:1. Ganz so dramatisch ist die Niederlage gegen Frankreich jedoch nicht, obwohl es ein Sorgenkind gibt.

    Ärger und Sorgenkind

    "Ich ärgere mich ein bisschen, wie wir das Spiel verloren haben", erklärt Bundestrainer Joachim Löw. "Frankreich war uns vor allem in der zweiten Hälfte fußballerisch überlegen." Das Löw-Experiment in der Abwehr mit Mats Hummels und Holger Badstuber ging nicht auf. In der deutschen Presse wird die Abwehr derzeit als Sorgenkind festgemacht.


    Hummels und Co. hatten gegen Frankreich das Nachsehen.

    Wirklich Angst vor einer schon jetzt verpatzten Endrunde geht in der Deutschen-Elf jedoch nicht um. Die Verletztenliste mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski, Mario Götze und Per Mertesacker ist dafür zu lang.

    Zudem verzichtete der Teamchef auf die klare Nummer eins Manuel Neuer, gönnte auch Bayern-Turbo Thomas Müller zunächst eine Verschnaufpause. Dieser fand nach der Niederlage auch klare Worte: "Man darf das Spiel nicht überbewerten, aber wir müssen uns schon fragen, warum wir so leichtfertig gespielt haben. Wir haben nach hinten zu wenig gemacht. Das war ein bisschen undiszipliniert."

    "Waren uns einen Tick überlegen"

    Die stark veränderte deutsche Auswahl konnte nicht immer mit der Grand Nation mithalten, wie auch Löw feststellte: "Mit der ersten Hälfte können wir schon zufrieden sein. In der zweiten Hälfte haben wir den hohen Rhythmus nicht mehr gefunden, Frankreich wurde immer sicherer und stärker. Sie waren uns einen Tick überlegen."

    Diesen "Tick" münzten Olivier Giroud (21.) und Florent Malouda (69.) in eine 2:0 Führung um, der Anschlusstreffer von Cacau in der 91. Minute war nur mehr Ergebniskosmetik. Insgesamt war es für Deutschland im 24. Aufeinandertreffen mit Frankreich die elfte Niederlage. Gegen die Équipe Tricolore tut man sich also nicht erst seit den grünen Trikots schwer.

    Man darf das Spiel nicht überbewerten, aber wir müssen uns schon fragen, warum wir so leichtfertig gespielt haben.

    Auch England verliert

    Deutschland war jedoch nicht die einzige große Fußballnation, die am Länderspieltag eine schmerzliche Niederlage einstecken musste. England verlor im Wembley-Stadion gegen die Niederlande mit 2:3. Dort sorgte Bayern-Edelzangler Arjen Robben mit zwei Toren und Klaas-Jan Huntelaar mit einem Treffer für den Prestige-Sieg der Holländer.

    Eine noch empfindlichere Niederlage als Deutschland und England musste Italien einstecken. Gegen die von Jürgen Klinsmann und Co-Trainer Andreas Herzog trainierten USA gab es eine 0:1-Niederlage.

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