Mourinho Casillas Machtkampf
 

Mourinho vs. Casillas: Ein Machtkampf

  • Bild:
  • 23.12.2012 | 13:29 | (sport10)

    Real Madrid kann den Titel nach der Niederlage gegen Malaga endgültig abschreiben. Für Aufregung sorgte vor allem die Demütigung von "San Iker" Casillas.

    "Meiner Meinung nach ist Adan besser als Iker. Ich bin der Trainer, und ich treffe die Entscheidungen. Für mich sind nur die Meinungen meiner Assistenten von Bedeutung, und gemeinsam haben wir diese Entscheidung getroffen", sagt Trainer Jose Mourinho. Gerade eben hatte seine Mannschaft gegen den FC Malaga mit 2:3 verloren und die Titelträume nun endgültig verspielt. Der Rückstand auf FC Barcelona beträgt nach 17 Runden bereits 16 Punkte.

    Facebook
    Kurz vor Weihnachten brennt bei Real Madrid der obligatorische Hut bei lichterloh. Mourinho gerät immer mehr unter Druck, es wird sogar gemutmaßt, er würde seinen Abgang provozieren. Die Reaktionen reichen von Verwunderung bis zur Empörung, weil er Iker Casillas, von den Fans als "San Iker" bezeichnet, 90 Minuten auf der Bank schmoren ließ und durch den 25-jährigen Adan, der zuvor erst zwei Mal über 90 Minuten spielte, ersetzte.

    Das Tischtuch ist zerschnitten

    Dass Mourinho und Casillas schon längst keine Freunde mehr sind, ist in Spanien ein offenes Geheimnis. Anfang des Jahres, als Mourinho zum wiederholten Male gegen Barcelona stichelte, rief Casillas, bei Xavi, Andres Iniesta und Co. an, um nicht auch in der Nationalmannschaft einen Krieg zu entfachen. Das Tischtuch zwischen "Mou" und "San Iker" war zerschnitten.

    Überrascht über die Degradierung zur Nummer zwei, waren auch die Spieler, wie etwa Sergio Ramos, ebenfalls schon länger kein Freund von Mourinho mehr. "Wir waren überrascht, Iker ist unser Kapitän. Es ist nicht unsere Entscheidung, aber wir müssen sie wohl akzeptieren. Es war eine echte Überraschung, weil es nicht üblich ist. Iker ist ein Anführer in der Mannschaft und ein Schlüsselspieler für uns."

    Es kann nur einen geben

    Sollte der Machtkampf zwischen Mourinho und Casillas eskalieren, gibt es in Madrid jedenfalls keinen Zweifel, wer diesen als Sieger verlässt. Casillas ist eine Ikone, für Fans und Klubbosse gleichermaßen. Trotzdem fürchtet der Portugiese nicht, gefeuert zu werden: "Ich habe keine Angst um meinen Job. So ist eben der Fußball. Ich bin weder ein kleines Kind noch erst seit zwei Tagen hier. Wir wissen ja, dass es im Fußball nicht um Erinnerungen geht. Es zählt nicht, was gestern war, sondern das, was heute ist - ganz egal, was Du schon erreicht hast."

    Der Grund für die Verbannung Casillas steht für die Medien jedenfalls fest. Casillas soll die Journalisten mit Mannschaftsinterna versorgt haben. Das will Mourinho angeblich wissen.

    Mehr auf sportnet.at
      Mehr aus dem Web

      Schreiben Sie uns Ihre Meinung ()

      >> Hier E-Paper downloaden <<



      • Sportwoche ePaper