Aufatmen Vukcevic wird packen
 
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Vukcevic befindet sich außer Lebensgefahr

Der Ende September bei einem Autounfall schwer verletzte Hoffenheim-Profi Boris Vukcevic befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Auch die Unfallursache wurde geklärt.

13.10.2012 | 10:32 | (sport10)

Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den Medien und sorgte nicht nur in der Fußballwelt für tiefe Betroffenheit: Der 22-jährige Fußballprofi Boris Vukcevic zog sich bei einem Verkehrsunfall am 28. September lebensgefährliche Kopfverletzungen zu, als er mit seinem Mercedes frontal in einen 40-Tonnen-LKW krachte. Viel wurde über den Gesundheitszustand des DFB-Jugendnationalspielers nicht bekannt gegeben, lediglich, dass er zwischenzeitlich in ein künstliches Koma versetzt wurde und seine Lage lebensbedrohlich sei. Jetzt, gut zwei Wochen nach dem Unfall, kamen die ersten positiven Meldungen von den Verantwortlichen.

"Vukcevic hat akute Phase überstanden"

Laut einer Pressemitteilung von Hoffenheim gibt das Universitätsklinikum Heidelberg (wo Vukcevic seit seinem Unfall behandelt wurde) leichte Entwarnung. "Nach Auskunft des Heidelberger Universitätsklinikums, wo der 22-Jährige nach seinem schweren Autounfall vom 28. September behandelt wird, hat Vukcevic die akute Phase überstanden und sein Zustand sich weiter stabilisiert." Bei Bewusstsein ist Vukcevic nicht. Er liegt weiterhin im Koma, eine Prognose zum weiteren Heilungsverlauf kann derzeit nicht abgegeben werden.

Dennoch verspürt man ein leichtes Aufatmen. Auch in Hoffenheim: "Diese Nachricht freut uns in erster Linie für Boris und seine Familie. Wir haben alle gehofft und gebangt, dass er es schafft. Uns ist klar, dass es noch ein weiter Weg ist für ihn", sagt Trainer Markus Babbel. "Doch die Nachricht gibt uns Kraft, den zuletzt schwierigen Alltag wieder ein Stück besser zu meistern."


Boris Vukcevic: Am 28. September verunglückte er schwer.

Unfallursache: "Unterzuckerung"

Auch warum es zu dem tragischen Unfall kam, konnte die Polizei mittlerweile klären. Vukcevic ist Diabetes-Patient. Als es zum Crash kam, war er unterzuckert, geriet deshalb auf die Gegenfahrbahn und krachte mit dem LKW zusammen. Damit hat sich der erste Verdacht der Ermittler bestätigt. Schon an der Unfallstelle wurden in dem Wagen des Bundesliga-Profis ein Zuckercomputer und ein Insulintagebuch sichergestellt und untersucht.

Zudem war es nicht der erste Unfall, den Vukcevic aufgrund seiner Erkrankung hatte. Schon 2010 hatte der Hoffenheim-Spieler einen Autounfall, der auf die selbe Ursache zurückzuführen war. Damals ging der Crash vergleichsweise glimpflich aus. Vukcevic wurde nur leicht verletzt. Ein ärztliches Gutachten besagte damals, dass er seine Fahrerlaubnis behalten dürfe.

Im Hier und Jetzt heißt es weiter hoffen für eine rasche Genesung. Hoffenheim-Manager Andreas Müller: "Die Situation ist weiterhin sehr belastend. Aber wir haben auch nach wie vor große Zuversicht, dass er es packen wird."

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