Ausscheiden keine Schande
 
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Moniz: "Ausscheiden ist keine Schande"

0:4 und 1:4: Red Bull Salzburg blamiert sich in 180 Minuten gegen Metalist Kharkiv. Warum Ricardo Moniz dennoch von keiner Schande spricht und man jetzt nicht herumeiern muss.

24.02.2012 | 00:25 | (sport10)

Wiedergutmachung war nach der peinlichen 0:4-Heimpleite gegen Metalist Kharkiv am vergangenen Donnerstag angesagt. Eine Woche später hatte man zumindest phasenweise den Eindruck als würde das auch gelingen. Doch eben nur phasenweise. Denn mit ein bisschen mehr Konsequenz hätte Metalist die Partie bereits zur Pause entscheiden können.

Drei Mal rettete Tormann Alex Walke in höchster Not. Doch nach dem Ausgleich zum 1:1 durch Jakob Jantscher gaben die Ukrainer so richtig Gas und sorgten dafür, dass Walke auch im zweiten Spiel vier Mal hinter sich greifen musste. Dem Deutschen, den an keinem einzigen Gegentreffer die Schuld traf, fehlten nach der Partie die Worte.

In allen Belangen unterlegen

"Ich kann nicht sagen, was ich mir nach diesen acht Gegentoren gegen Metalist denke. Was ich aber sagen kann: Wir waren in beiden Spielen dem Gegner läuferisch, spielerisch, kämpferisch und technisch in allen Belangen unterlegen", sagt der Bullen-Goalie. "Da brauchen wir nicht herumeiern."

Da brauchen wir nicht herumeiern.

Nach Worten rang auch Martin Hinteregger, noch einer der besten Salzburger. "Wir wollten Wiedergutmachung betreiben, das ist uns aber nicht gelungen", sagte der Kärntner. Immerhin hat man dieses Mal bis zur 60. Minute mitgehalten.

"Dann sind wir aber völlig auseinandergebrochen. Wir haben sie machen lassen, was sie wollten." Das spiegelte sich schließlich dann auch wieder im Ergebnis nieder. Die Defensive war neuerlich die Schwachstelle, gewann mit Ausnahme Hintereggers kaum Zweikämpfe.

Wir haben sie machen lassen, was sie wollten.

Wie lange darf Moniz noch arbeiten?

Trotz des blamablen Ausscheidens sprach Moniz von keiner Schande. Warum? "Kharkiv war in allen Momenten eine Klasse besser als wir. Es ist keine Schande, gegen so einen Gegner zu verlieren. Solange es national nicht so schlecht läuft, mache ich mir noch keine Sorgen", sagt Chefcoach Ricardo Moniz.

Solange es national nicht so schlecht läuft, mache ich mir noch keine Sorgen

Die große Frage ist nun, wie lange darf der Niederländer weiterarbeiten? Denn Konzept war in beiden Partien keines zu erkennen. Es standen elf Einzelspieler auf dem Platz, aber kein Team. So wird es auch in der Meisterschaft ein böses Erwachen geben.

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