gute David Alaba
 

Der "gute" David Alaba

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  • 18.04.2012 | 09:09 | (sport10)

    Die deutschen Medien sind sich einig: Bayerns David Alaba war am Dienstag gegen Real einer der Besten seines Teams. Grund zum Ärgern hat er trotzdem.

    Um David Alaba ist in den letzten Wochen ein wahrer Hype entstanden - ein Hype, den er jeden Bundesliga-Spieltag aufs Neue mit guten Leistungen bestätigt. Doch auch in der Champions League, der Königsklasse des europäischen Fußball, weiß der junge Österreicher zu glänzen. Wer Bayerns Champions-League-Halbfinalmatch gegen Real Madrid gesehen hat, weiß, was gemeint ist.

    Mediales Lob

    Österreichische Medien überschütteten den Linksverteidiger am Tag nach dem 2:1-Sieg der Münchner  mit Lob. Klar, man könnte ihnen jetzt Befangenheit unterstellen. Doch auch in Deutschland ist die Anerkennung riesig.

    So schreibt die Bild über Alaba in ihrer Einzelkritik: "Immer in Bewegung. Nach vorne fein in der Abstimmung mit Ribery, nach hinten fleißig und konzentriert." Alabas Schulnote: ein guter Zweier. Die Berliner Morgenpost urteilt so: "Die Abwehr stand gut, vor allem der erst 19-jährige David Alaba überzeugte." Und spiegel.de meint: "Der 19 Jahre alte Österreicher hat innerhalb kürzester Zeit den Wandel von der Notlösung auf der linken Abwehrseite zum allseits gelobten Leistungsträger geschafft. Wenige in seinem Alter können von sich behaupten, einen Ronaldo oder Karim Benzema eingebremst zu haben. Alaba kann das nach dem Spiel am Dienstagabend."

    Angesichts der Star-Kicker, die da am Rasen standen, ist eine solche Portion Extra-Lob nicht alltäglich. Doch was sagt Alaba selbst zu seiner Leistung? Er übt sich in Understatement, wie immer: "Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und ich glaube, dass das ganz gut gelungen ist."

    Gegen Ronaldo und Di Maria

    "Ganz gut gelungen" beschreibt es schon annähernd. Alaba begann links hinten in der Bayern-Viererkette und hatte mit Angel di Maria einen nicht unprominenten Gegenspieler. In der Schlussphase sah er sich auch oft Superstar Cristiano Ronaldo gegenüber, der die Seite gewechselt hatte. Trotz dieser großen Namen spielte Alaba unbeeindruckt und staubtrocken sein Spiel. Ganz zufrieden war er dennoch nicht: "Es ist sehr ärgerlich, ein Gegentor bekommen zu haben", sagte er ÖFB-Internationale nach der Partie.


    2:1 gewonnen: Alaba (re.) und Gomez feiern den Sieg.
    Mesut Özils
    Treffer (53.) brachte Real eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel nächste Woche ein. Er nutzte die Verwirrung nach einer schlechten Abwehr von FCB-Keeper Manuel Neuer und verwertete ein Zuspiel von Ronaldo zum 1:1. Die gesamte Bayern-Defensive sah bei dem Gegentreffer nicht sonderlich gut aus - inklusive Alaba, der von seinem Trainer aber einen Freispruch erhielt: "Beim Ausgleich wollte David keinen Elfmeter riskieren", sagte Jupp Heynckes.

    Die Bestia Negra schlägt zu

    Am Ende gingen die Bayern dennoch als Sieger vom Platz. Zu verdanken haben sie das ihrem Scharfschützen vom Dienst, Mario Gomez. Er traf in der 90. Minute nach einer traumhaften Vorarbeit von Philipp Lahm zum 2:1. Die Bestia Negra hatte zugeschlagen - ganz typisch am Spielende.

    "Wir waren ganz gut eingestellt und haben ganz gut gespielt. Wir wollten gewinnen und das haben wir auch geschafft", bilanzierte Alaba. "Wir haben es ganz gut gemacht mit dem Pressing im Mittelfeld, haben die Bälle gut erobert, sind Gegenstöße gefahren und haben versucht zuzuschlagen."

    Kurz vor Schluss fruchteten die Bemühungen der Hausherren, die vom "Finale dahoam" nur mehr ein Spiel entfernt sind. In Madrid würde ein Remis reichen, um aufzusteigen. Diese Chance will Alaba wahrnehmen: "Wir werden uns jetzt voll auf das Rückspiel konzentrieren und versuchen, in Madrid weiterzukommen."

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