Keine Schuhe kein Sieg
 

Keine Schuhe, kein Sieg: Real mit Trauma

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  • 17.04.2012 | 22:50 | (sport10)

    Bayern München siegt gegen Real Madrid mit 2:1. Die Chance vom "Finale dahoam" lebt. Das Real-Trauma in München geht hingegen weiter - auch wegen eines kuriosen Diebstahls.

    32 Tage trennen den FC Bayern noch vom Champions League-Finale im eigenen Stadion. Nach dem 2:1 gegen Real Madrid im Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse könnte dieser Zeitraum zum "Walk of Fame" für die Bayern werden.

    Ribery lässt FC Hollywood träumen

    Schnell lief für den FC Hollywood alles nach Plan. Bereits in der 18. Minute brachte Frank Ribery seine Bayern, bei denen David Alaba auf der linken Abwehrseite durchspielte und eine gute Figur machte, in Führung - inklusive nötigem Bayern-Glück: Der Eckball prallte zunächst an den Oberarm von Holger Badstuber, fiel dann Ribery vor die Füße. Dieser schoss - trotz möglicher Abseitsstellung und Sichtbehinderung durch Luis Gustavo für Iker Casillas - zum 1:0 ein.

    Lange Zeit machten die Bayern einen sicheren Eindruck, ehe Mesut Özil in der 53. Minute nach Vorlage durch Cristiano Ronaldo den 1:1-Endstand herstellte und somit ein Stück der Bayern Träume vom großen "Finale dahoam" (fast) zerschlug.

    Real und das München-Trauma

    Warum fast? In der 89. Minute hieß es "typisch Bayern". Mit dem Knie schob Mario Gomez den Ball zum glücklichen 2:1 über die Linie. Für Real entwickeln sich die Ausflüge nach München zum Trauma: Noch nie konnte Real in der bayrischen "Hauptstadt" gewinnen (neun Bayern-Siege, ein Remis), es ist zudem die erste Champions-Niederlage der laufenden Saison für die Königlichen. "Wir waren unkonzentriert bei den Gegentoren. Das ist schon etwas traurig. Das Rückspiel müssen wir gewinnen, um wieder nach München kommen zu können", sagt Torschütze Özil nach dem Spiel.


    Gomez löste das Real-Trauma aus.

    Quasi zum Drüberstreuen wurde bekannt, dass den Spaniern vor der Partie sechs Paar Schuhe und drei Trikots aus der Kabine gestohlen wurden. Davon betroffen waren Özil, Stürmer Karim Benzema und der an diesem Abend schwache Cristiano Ronaldo. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die Aussage des Pressesprechers von Real-Trainer Jose Mourinho.

    Nur Barcelona kann es

    Dem Finale im eigenen Stadion ist Bayern jedenfalls wieder einen großen Schritt näher gekommen. "Der Gegner muss in Madrid kommen, wir können etwas abwarten. Das wird uns entgegenkommen", erklärt auch Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

    Auch wenn im Bernabeu-Stadion wohl eine richtig schwere Aufgabe wartet. Die einzige Mannschaft, die Real diese Saison bisher in der Heimat besiegen konnte, war ein gewisser FC Barcelona. Auch Remis sind eher eine Seltenheit. Der FC Valencia trotzte dem weißen Ballett das einzige 0:0 vor heimischen Publikum in dieser Spielzeit ab. "Das Rückspiel verlangt großen Willen von uns. Wir wissen, wie stark wir im eigenen Stadion sind", sagt Mourinho. Doch wer weiß, ob Real über ein Finale in München überhaupt glücklich ist?

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