Lavezzi Kleiner Maradona kennt
 

Lavezzi: Kleiner Maradona kennt den Blues

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  • 13.03.2012 | 15:09 | (sport10)

    Chelsea läuft im Viertelfinale gegen Napoli einem 1:3-Rückstand hinterher. Wer im Rückspiel zum endgültigen Stolperstein der Blues werden könnte? Ezequiel Lavezzi, ein kleiner Maradona.

    Ezequiel Lavezzi. Dieser Name wird Chelsea noch gut in Erinnerung sein. Der 26-Jährige Stürmer des SSC Napoli war es, der mit zwei Treffern den Untergang der Blues beim Viertelfinalhinspiel der Champions League in Italien besiegelte. Am Ende gab es ein 3:1 für die Italiener und für Chelsea die Gewissheit, dass im Rückspiel vor eigenem Publikum nur ein Sturmlauf helfen wird, um die Pleite und das Ausscheiden in der Königsklasse zu verhindern.

    Doch wieder steht die Truppe von Interimstrainer Roberto Di Matteo vor einem großen Problem: Einem argentischen Elektriker, der als Nachfolger Maradonas bezeichnet wird.

    Lavezzi, Lavezzi, Lavezzi

    Die Sorgenfalten bei Chelsea können gar nicht kleiner werden. Mit Napoli kommt die italienische Mannschaft der Stunde an die Stamford Bridge, zudem hat man mit Lavezzi einen Stürmer in den eigenen Reihen, der in den letzten fünf bewerbesübergreifenden Partien gleich sechs Mal getroffen hat. Darunter so wichtige Tore wie gegen Chelsea, oder den Siegestreffer gegen Inter Mailand in der Serie A. Es ist also nur wenig verwunderlich, dass im noch immer Maradona verliebten Neapel mit Lavezzi schnell ein neuer Held gefunden wurde.


    Lavezzi stürzte Chelsea ins Tal der Tränen.

    Es sind jedoch Vergleiche, die der argentinische Nationalspieler mit italienischen Wurzeln gar nicht gerne hört: "Lassen wir doch diese Vergleiche mit dem großen Maradona. Er ist einzigartig und wird für immer einzigartig bleiben. Ich versuche nur, meinen Mitspielern und den Fans von Neapel Freude zu bereiten", meint die hängende Spitze. Dass seine Vorstellung bei Napoli am 5. Juli 2007 ausgerechnet auf den Tag genau - nur 23 Jahre später - mit der Präsentation Maradonas zusammenfällt, ist also reiner Zufall oder Glück, wie es der 1,73 große Vollstrecker und Vorbereiter in seiner Karriere nicht immer hatte.

    Von den Boca Juniors zum Elektriker

    Die ersten Bälle kickte der Junge aus der Provinz Santa Fe bei Coronel Aguirre in Rosario - die Heimatstadt eines gewissen Lionel Messi. Dort wurde man schnell auf das Talent aufmerksam, ehe er in der Jugendabteilung der Boca Juniors unterkam. Also bei dem Klub, der untrennbar mit dem Namen Maradona verbunden ist.

    Lassen wir doch diese Vergleiche mit dem großen Maradona. Er ist einzigartig und wird für immer einzigartig bleiben.

    Doch Lavezzi kam nicht mit dem Trainer zurecht, brach die Ausbildung als 16-Jähriger ab, um Elektriker zu werden. Ehe ihm ein Engagement in Buenos Aires doch noch die Fußballer-Karriere rettete. Doch Happy End war noch keines in Sicht. Lavezzi landete in Europa bei Chaos-Klub FC Genua, wurde immer wieder verliehen - ehe der Verein den Zwangsabstieg antreten musste und er nach Argentinien zu San Lorenzo transferiert wurde. Danach folgte die große Rückkehr nach Italien. 

    "Lavezzi ist ein Siegertyp"

    Der Freund von Tätowierungen (elf sollen seinen Körper schmücken) avancierte in Italien rasch zum Leistungsträger. "Lavezzi hat große Fortschritte gemacht. Er trifft mit Konstanz und ist zu einem richtigen Siegertypen geworden", streut ihm sein Trainer Walter Mazzarri heute Rosen.

    Selbst bei einem möglichen Ausscheiden von Chelsea könnte Lavezzi in der kommenden Saison den Blues nicht erspart bleiben. Manchester City soll die Fühler ausgestreckt haben, wenngleich Napoli ihn derzeit noch als unverkäuflich bezeichnet. Wer will schon einen kleinen Maradona ziehen lassen?

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