Koller Basel soll frech
 

Koller: "Basel soll frech auftreten"

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  • 12.03.2012 | 18:15 | (sport10)

    Vor dem Champions League-Kracher der Bayern gegen Basel (20.45) sprach die SportWoche mit Teamchef Marcel Koller über ein mögliches Schweizer Wunder und warum Dragovic und Co. "clever spielen".

    Das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League zwischen dem FC Bayern und dem FC Basel (Dienstag, 20.45 Uhr) spricht nach dem sensationellen 1:0-Erfolg der Schweizer eine klare Sprache: Basel hat nichts, die Bayern hingegen haben fast alles zu verlieren.

    Stolpert der deutsche Rekordmeister über das vermeintliche Wunderteam aus der Schweiz, muss man die Träume vom Champions-League-Finale im eigenen Stadion begraben. Ein Unding beim FC Hollywood. Dass es sich dabei jedoch nicht um Utopie sondern um bitteren Ernst handelt, bestätigt auch ÖFB-Teamchef Marcel Koller. Der Schweizer traut dem Klub aus seiner Heimat einiges zu.


    Marcel Koller traut dem FC Basel einiges zu.

    "Müssen die Chance nutzen"

    "Bayern bleibt der Favorit. Aber ich denke, dass Basel seine Möglichkeiten bekommen wird", erklärt Koller im Interview mit der Sportwoche. Für wen sein Herz bei dieser Partie schlägt ist nicht schwer zu erraten. Wie Basel zum Riesentöter mutieren könnte?

    "Ich wünsche mir, dass sie frech auftreten, nicht zu viel Ehrfurcht zeigen. Klar braucht ein Team wie Basel gegen solche Hochkaräter auch einen schlechten Tag des Gegners. Aber wenn der da ist, müssen sie auch bereit sein, ihre Chance zu nutzen. Und der FC Basel war heuer schon einige Male bereit", weiß Koller. "Einige Male" ist dabei noch eine Untertreibung.

    Das Team mit ÖFB-Innenverteidiger Aleksandar Dragovic ist seit Oktober 2011 ohne Niederlage, damals musste man sich Benfica Lissabon geschlagen geben. Seit dieser Niederlage hat der FCB der Eidgenossen einen Lauf. Seit 18 Spielen ist Basel bereits ungeschlagen. Auch ein Verdienst von Dragovic.

    Ich wünsche mir, dass sie frech auftreten, nicht zu viel Ehrfurcht zeigen.

    "Er spielt sehr clever"

    Erst im Februar wurde der 21-Jährige vom Schweizer Blick zum Spieler des Monats gewählt. Für Koller keine Überraschung: "Er ist absoluter Stammspieler, gehört in der Champions League zu den Leistungsträgern. Dabei steht er nicht nur hinten drin, sondern ist vorne auch bei Standards gefährlich. Und: Er spielt sehr clever."

    Cleverness ist wohl auch am Dienstag gefragt, immerhin haben sich die Bayern mit David Alaba mit einem 7:1-Sieg gegen Hoffenheim warm geschossen. Die Abwehrreihen der Basler werden wohl nicht unter Beschäftigungsmangel leiden.

    Dragovic jedenfalls spricht bereits über das "Spiel seines Lebens." Alles andere wäre wohl eine Untertreibung, denn wie auch Koller feststellt wäre ein Aufstieg "ein Quantensprung, nicht nur für Basel, sondern für den ganzen Schweizer Fußball."

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    Lesen Sie in der aktuellen SportWoche das komplette Interview mit Marcel Koller über den FC Basel. Warum die Mehrheit der Zürich-Fans dennoch keine Freude hat und wie sich Dragovic gegen Gomez durchsetzen kann. Außerdem in der neuen SportWoche: Das weltexklusive Interview mit F1-Doppelweltmeister Mika Häkkinen, wie Marcel Hirscher noch die große Kugel holen kann und eine Bilanz der nordischen Fraktion!

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