Alaba Dragovic rocken Koenigsklasse
 

Babel: "Alaba ist trotzdem mein Mann"

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  • 23.02.2012 | 12:05 | (sport10)

    David Alaba und Aleksandar Dragovic verliehen der Champions League am Mittwochabend einen positiven rot-weiß-roten Touch. Hoffenheim-Star Ryan Babel lobte seinen Ex-Teamkollegen trotz Niederlage.

    Selten war eine Partie in der Champions League in den vergangenen Jahren so von österreichischen Kickern geprägt, wie das Achtelfinal-Duell zwischen dem FC Basel und Bayern München am Míttwochabend. Mit David Alaba und Aleksandar Dragovic durften gleich zwei aktuelle Teamspieler über die gesamten 90 Minuten ran und waren im Hinspiel weit mehr als Mitläufer. Beide schafften es der Partie einen persönlichen, positiven Stempel aufzudrücken, was nicht zuletzt den im Stadion anwesenden Marcel Koller freudig stimmte.

    Alaba und Dragovic im Blickpunkt

    "Beide haben eine gute Partie abgeliefert", erklärte der Neo-Teamchef nach dem Schlusspfiff und fügte hinzu: "Dragovic ist sehr diszipliniert und konzentriert aufgetreten. Er hat in der Defensive nichts anbrennen lassen und war immer zur Stelle, wenn es gebrannt hat. Offensiv hätte er sein Team per Kopf sogar schon in der ersten Hälfte in Führung schießen können. Alaba war gewohnt ball- und passsicher, hat sich viel bewegt und auch zwei gute Schüsse abgegeben. Mit etwas Glück hätten die auch im Tor landen können."

    Er hat in der Defensive nichts anbrennen lassen und war immer zur Stelle, wenn es gebrannt hat.

    Insgesamt brachte der 19-Jährige am Mittwoch exzellente 91,5 Prozent seiner Pässe an den Mann, war in der ersten Halbzeit zudem der lauffreudigste Spieler am Platz. Immer wieder fungierte er im zentralen Mittelfeld als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive, brachte mit genauen Pässen Franck Ribery und Arjen Robben ins Spiel. Die deutsche Bild beurteilte ihn nach Spielende mit der an diesem Tag aus Bayern-Sicht guten Note drei, bezeichnete den Österreicher als einen "der besseren Bayern".

    Alaba ist trotzdem mein Mann, super Spieler!

    Lob erntete Alaba auch von seinem ehemaligen Teamkollegen, dem Holländer Ryan Babel. Der Offensiv-Allrounder twitterte nach dem Spiel: "Bayern ist draussen. Aber Alaba ist trotzdem mein Mann, super Spieler!"

    "Zum Glück war es nur David ..."

    Noch mehr Lob bekam Aleksandar Dragovic für seine bombensichere Abwehrleistung. Nachdem der Ex-Austrianer wenige Stunden vor dem Anpfiff noch versprochen hatte, bei einem Aufsteig Basels in Viertelfinale nackt die Wiener Kärntnerstraße entlangzulaufen, hatte er im Duell mit den Bayern über die gesamten 90 Minuten die Hose an. Gemeinsam mit seinen Innenverteidiger-Kollegen David Abraham ließ er die Bayern-Offensive kaum zum Zug kommen, war im entscheidenden Moment stets am richtigen Ort.

    Bei einem anderen Gegenspieler wäre ich sicher ein bisschen ausgezuckt und hätte ihn beschimpft.

    34 seiner 39 gespielten Pässe brachte der 20-Jährige an den Mann, agierte zudem äußerst zweikampfstark. Die größten Schmerzen am Mittwochabend wurden ihm ausgerechnet durch "Busenfreund" Alaba zugefügt. Nach einem Eckball erwischte er ihn mit den Schuhstollen böse im Gesicht. "Zum Glück war es nur David. Bei einem anderen Gegenspieler wäre ich sicher ein bisschen ausgezuckt und hätte ihn beschimpft", gab der Innenverteidiger nach dem Schlusspfiff und einer freundschaftlichen Umarmung ehrlich zu.

    Vom Konkurrenten zum Teamkollegen

    Zum neuerlichen Duell der beiden Österreicher kommt es schon in wenigen Wochen. Am 13. März will der FC Bayern in der Allianz-Arena den 0:1-Rückstand vom Mittwoch wettmachen und so doch noch seiner Favoritenrolle gerecht werden. Schon davor werden die Youngsters gemeinsam für einen Sieg kämpfen. Beide stehen im Kader für das freundschaftliche Länderspiel am kommenden Mittwoch gegen Finnland, haben gute Chancen sogar in der Startformation zu stehen. Aus österreichischer Sicht kann man nur hoffen, dass sie sich ebenso stark präsentierten wie in der Königsklasse.

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