Erfolgsgeheimnis Basel
 

CSI: Das Erfolgsgeheimnis des FC Basel

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  • 23.02.2012 | 08:07 | (sport10)

    Der FC Basel biegt die Bayern und kickt Manchester United in die Europa League. Dieser Erfolglauf hat viele Väter – aktuell auch zwei österreichische – und eine Mutter.

    Im St.-Jakob-Park ist die Hölle los. Während sich die Basler Spieler in den Armen liegen, schleichen die "Roten Teufel" geprügelt in die Kabine. Seit dem Viertelfinale gegen Bayern München am 30. März 2010 hat Manchester United nicht mehr auswärts in der Champions League verloren – eine Serie, die in Basel ein unerwartetes Ende fand.

    Dass man die Fanfare der Königsklasse automatisch mit Jubel in Basel verbindet, ist spätestens seit dem 1:0-Triumph über die Bayern am Dienstag Wirklichkeit. In der 86. Minute verzückte der eingewechselte Valentin Stocker mit seinem Tor zum 1:0 die ganze Fußball-Schweiz. Für die Fußballwelt eine Sensation. Doch bei einer genaueren Analyse hält sich die Verwunderung in Grenzen.


    Torschütze Stocker weiß wo sein FCB hin soll.

    Bewerbungsgespräch in Überlänge

    Das Sportmagazin beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe ganz genau mit den Stärken der Eidgenossen - nicht nur auf dem Platz, auch abseits des grünen Spielfeldes weiß man in den Reihen des Schweizer Traditionsvereins ganz genau was man will. Mittendrin statt nur dabei ist auch ein Österreicher: Der Salzburger Markus Hoffmann ist seit Anfang 2012 Co-Trainer beim FC Basel, wechselte vom Westligisten SV Seekirchen zum internationalen Topklub und legte damit einen Aufstieg der ganz besonderen Art hin.

    Mein Bewerbungsgespräch mit dem Vorstand des FC Basel dauerte fast zwei Stunden. Wir haben über alles gesprochen – außer Fußball!

    Schon nach wenigen Monaten kennt der Österreicher die Grundsätze des amtierenden Meisters in und auswendig. "Mein Bewerbungsgespräch mit dem Vorstand des FC Basel dauerte fast zwei Stunden. Wir haben über alles gesprochen – außer Fußball! Es wird viel mehr Wert auf den Charakter und die sozialen Aspekte gelegt. Ein prominenter Name bringt dir hier nichts. Passt dieser Mensch zu unserem Verein oder nicht – danach wird ausgewählt", erklärt Hoffmann im Sportmagazin.


    Dragovic und Alaba: Zwei FCB, doch nur einer ist im Glück.

    Warum sich Dragovic pudelwohl fühlt

    Das weiß auch ÖFB-Teamspieler Aleksandar Dragovic, der Anfang 2011 von der Wiener Austria in die Schweiz wechselte, dort zum Stammpersonal gehört und auch gegen die Bayern wieder eine solide Leistung bot: "Alles ist sehr familiär. Auch der Vorstand kümmert sich um uns Spieler. Viele in Österreich wissen nicht, dass der FC Basel hier einen Stellenwert wie der FC Bayern in Deutschland genießt. Hier kann ich mich jedes Jahr international präsentieren und vielleicht werde ich dadurch irgendwann mein großes Ziel erreichen - ein Engagement in der Premier League!"

    Viele in Österreich wissen nicht, dass der FC Basel hier einen Stellenwert wie der FC Bayern in Deutschland genießt.

    Der Innenverteidiger wäre nicht der erste Kicker im Trikot des FC Basel, der den Sprung in eine absolute Topliga schafft. Seit Jahren ist der Traditionsverein für seine hervorragende Nachwuchsarbeit bekannt, erst kürzlich unterschrieb Teamkollege und Supertalent Xherdan Shaqiri einen Vertrag beim FC Bayern München, wird im Sommer zum deutschen Rekordmeister wechseln, vielleicht kickt er sie mit seinem Team vorher noch aus der Champions League?

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    Die ganze, ausführliche Story über das Wunder FC Basel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Sportmagazins. Darin erfahren Sie unter anderem, warum der Erfolg Basels nicht nur viele Väter, sondern auch eine Mutter hat. PLUS: Teamchef Marcel Koller und ORF-Experte Herbert Prohaska im verbalen Schlagabtausch und die Welt des Gregor Schlierenzauer.

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