David Alaba sein Gottesgeschenk
 

David Alaba und sein Gottesgeschenk

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  • 22.02.2012 | 08:12 | (sport10)

    Am Mittwoch (20.45) treffen David Alaba und Aleks Dragovic erstmals im Profigeschäft aufeinander. Was Basel-Abwehrmann Dragovic über das Bayern-Talent denkt und was ihm Respekt abverlangt.

    Beim FC Bayern ist Katerstimmung angesagt. Wieder sind die Münchner als großer Titelkandidat in die Meisterschaft gestartet, wieder lacht Dortmund von der Tabellenspitze. Aus den letzten drei Spielen holte die Startruppe vom Weißwurstäquator nur einen Sieg - zu wenig für die hohen Ansprüche. Um die erfolgsverwöhnten Fans zu versöhnen, soll jetzt zumindest ein Triumph bei Champions-League-Gegner Basel (Mittwoch, 20.45 Uhr) für das lang ersehnte Hochgefühl sorgen.

    "Irgendwann musste es soweit sein"

    Es ist ein Duell zwischen Deutschland und der Schweiz, das auch in Österreich mit großem Interesse verfolgt wird. Immerhin dürfen am Abend mit Aleksandar Dragovic (20, FC Basel) und David Alaba (19, FC Bayern) zwei junge ÖFB-Legionäre im Konzert der großen mitgeigen. Beide sind bei ihren Klubs Stammspieler und stehen sich zum ersten Mal im Profigeschäft gegenüber.

    Wir haben zunächst noch über das Los gescherzt.

    Alaba und Dragovic sind eng befreundet und gingen zusammen durch die Frank-Stronach-Akademie in Hollabrunn. Folgerichtig landete das Duo bei den Austria Amateuren. Alaba wagte im Alter von 16 Jahren den Sprung nach Deutschland, Kollege Dragovic biss sich bei den Violetten durch und reifte zum Stamm- und Nationalspieler. Drei Jahre nach dem Abgang seines Kumpels verließ er Wien-Favoriten in Richtung Basel, jetzt kommt es zu einem Wiedersehen auf dem Platz.

    Direktes Duell - kein Scherz!

    "Wir haben zunächst noch über das Los gescherzt", erzählt Dragovic im Gespräch mit der SportWoche. Doch dann kam die Erkenntnis: "Das ist schon eine eigene Geschichte. Gegen seinen alten Kumpel aus Jugendtagen auf dem Feld zu stehen, ist sicher was Besonderes. Noch dazu in so einem wichtigen Match."

    Direkte Duelle zwischen den beiden Freunden sind am Mittwoch praktisch programmiert. Während Dragovic die Innenverteidigung der Gastgeber zusammenhalten soll, wird Alaba alles daran setzen, sie zu überwinden. Dass er die Fähigkeiten dazu hat, ist mittlerweile europaweit bekannt. Alaba gilt als Megatalent und in München weiß man, was man an ihm hat: "Er ist hungrig, ehrgeizig und fleißig. Die Früchte hat er jetzt geerntet. Ich traue ihm noch viel zu. Er bringt die Dynamik rein, die wir brauchen", lobte zuletzt Trainer Jupp Heynckes.

    Das Geschenk Gottes

    Wenn Dragovic über seinen Nationalteamkollegen spricht, kommt er ebenfalls ins Schwärmen: "David hatte immer schon unglaubliches Talent und Potenzial. Bereits in der Jugend war seine Übersicht am Feld genial, er lief bis zum Umfallen. Und nicht zu vergessen: sein linker Fuß. Diese Dinge zusammen sind eigentlich ein Geschenk Gottes."

    Eines, das bald im Nationalteam wieder zu bewundern sein wird. Teamchef Marcel Koller berief Alaba am Dienstag in den Kader für das Freundschaftsspiel gegen Finnland (29. Februar, Klagenfurt). Auch Dragovic ist dabei und darf nach dem Ausfall von Sebastian Prödl auf einen Platz in der Startelf hoffen. Bevor es gegen die Skandinavier ernst wird, will Koller seinen Schützlingen nochmal live beobachten: "Ich werde mir das Spiel vor Ort anschauen", so der Schweizer. 

    Stolz auf seinen Schützling: Jupp Heynckes (li.) und Alaba.

    "Sehr gut fürs Nationalteam"

    Dass direkte Champions-League-Duell macht den Teamchef stolz: "Basel ist in der Schweiz der Topklub schlechthin, Bayern München ist dasselbe in Deutschland. Sie sind 19 und 20 Jahre jung, haben einen Stammplatz, das ist natürlich auch sehr gut für das Nationalteam", so der Eidgenosse.

    Das tragische daran: Nur einer der beiden wird den Aufstieg ins Viertelfinale der Königsklasse schaffen. Bayern ist der klare Favorit, doch das Selbstvertrauen in Basel ist nach dem 2:1-Sieg im Gruppenspiel gegen Manchester United riesig. Das unterstreicht Dragovic mit einer gesunden Portion Wiener Schmäh: "In München kann auch noch kein Spieler fliegen." Noch nicht einmal der gesegnete Kumpel Alaba.

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