Chelsea Scheitern verurteilt
 

Chelsea: Zum Scheitern verurteilt

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  • 06.12.2012 | 10:41 | (sport10)

    Das blamable Ausscheiden von Chelsea in der Königsklasse ist Realität. Da half auch ein Schützenfest nur wenig. Jetzt wartet auf die Blues ein Trostpflaster, das keiner will.

    Die Situation passt bei Chelsea wie die Faust aufs Auge: Selbst ein überzeugender 6:1-Sieg über Nordsjaelland konnte am Ende die Blamage nicht verhindern. Die Krise der Blues ist auch mit einem Schützenfest nicht beendet: Weil sich Juventus und Donezk im Parallelspiel der Gruppe E nicht wirklich weh taten und der 1:0-Sieg von Juve beiden zum Aufstieg reichte, war es Chelsea, das mit sechs erzielten Toren im eigenen Stadion am Ende durch die Finger blickte. Die Negativspirale nimmt ihren Lauf, auch wenn sich Coach Rafa Benitez daran nicht mehr beteiligt.

    "Es war einen Bestätigung"

    Als erster Titelträger überhaupt musste Chelsea somit bereits in der Gruppenphase die Segel streichen. Der Guardian formulierte die historische Pleite so: "Es hat Roman Abramovich eine Milliarde Pfund und neun Jahre Wartezeit gekostet, um die Champions Leauge zu gewinnen, aber es hat nur sechs Spiele gedauert, den Triumph versickern zu lassen."

    Zumindest für den bei Fans ungeliebten Trainer Benitez besteht die Welt nach dem Schlusspiff nicht nur aus Schwarzmalerei: "Für mich war der Sieg eine Bestätigung, für alles was ich bisher in den Trainingseinheiten gesehen habe. Wichtiger als der Sieg war, wie wir gewonnen haben. Der Charakter, die Haltung, die Intensität, die wir gezeigt haben. Können wir das Resultat des anderen Spiels ändern? Nein. Können wir jetzt die Situation ändern? Nein. Alles was wir tun können, ist zu versuchen uns zu verbessern."

    Viele Freunde hat Benitez an der Stamford Bridge nach wie vor nicht.

    "Da ist der Schaden entstanden"

    Ganz so optimistisch sah es sein Torhüter nach der Partie nicht. Petr Chech haderte mit der Vergangenheit in Gruppe E. "Wir hatten Heimspiele in dieser Gruppe, die wir nicht gewonnen haben, dann haben wir auch noch auswärts bei Donezk und Juventus verloren. Das größte Problem war allerdings das Unentschieden gegen Juve. Wir haben 2:0 geführt, das Spiel endete 2:2. Da ist der Schaden entstanden." Zumindest in diesem Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Der Aufstieg wurde garantiert nicht am letzten Spieltag verspielt, dort war man angesichts der tristen Tabellensituation quasi zum Scheitern verurteilt.

    Plötzlich sieht man sich an der Stamford Bridge mit der Europa League konfrontiert. Auf der Insel ist man von diesem Bewerb generell wenig begeistert. So hält sich auch bei den gescheiterten Ballkünstlern von Manchester City der Schmerz in Grenzen, dass man mit dem letzten Tabellenplatz in der Champions League auf dem europäischen Bankett der zweiten Garde nicht mehr mittanzen darf. Die Aussagen von Roberto Mancini und Rafa Benitez sind dabei fast deckungsgleich: "Die Europa League ist unwichtig, wenn du sie nicht gewinnst. Wenn du im Semifinale oder Finale bist, dann willst du sie gewinnen. Wenn wir dorthin kommen, werden wir unser Bestes geben." Zumindest Chelsea hat jetzt die Chance dazu, daraus ein Trostpflaster zu machen.

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