Boyd Habe Morddrohungen bekommen
 

Boyd: "Habe Morddrohungen bekommen"

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  • 10.08.2012 | 11:23 | (sport10)

    Terrence Boyd arbeitete hart, holte den Elfmeter raus und belohnte sich in der 95. Minute mit dem Tor zum 2:0. Wie er die 90 Minuten erlebt hat und was ihm die Spieler von Novi Sad androhten.

    In einem waren sich alle einig: "Spannender geht's nicht", sagte auch Rapid-Stürmer Terrence Boyd. Bis zur 91. Minute mussten die 15.800 Zuschauer zittern. "Wir haben nie den Glauben an uns verloren. Wir müssen, so lange wir die Chance haben, dafür fighten und alles geben. Man kann ein Spiel bis zur letzten Minute gewinnen, das haben wir heute gezeigt." Doch es musste ein Elfmeter her, um auf die Siegerstraße zu kommen.

    Boyd wurde im Strafraum zu Fall gebracht, der Schiedsrichter entschied unter wütenden Protesten der Spieler von Vojvodina auf Elfmeter. Deni Alar trat an und traf. "Es war ein klarer Elfmeter, es war nichts gespielt. Ich bin so froh, dass die so dumm sind und mich nochmal im Strafraum foulen. Ich muss auch sagen, Respekt an Deni, der hat die Nerven behalten, das war unheimlich wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben."

    Ich bin so froh, dass die so dumm sind und mich nochmal im Strafraum foulen

    Hektisches Spiel und Boyd war mittendrin

    Schon vor diesem Pfiff ging es heiß her und auch da war der US-amerikanische Stürmer mittendrin statt nur dabei. An der Seitenlinie räumte er einen serbischen Spieler weg, sah dafür die Gelbe Karte. Kurz darauf musste Vladan Pavlovic nach einer rüden Attacke gegen Christopher Trimmel vom Platz.

    "Ich habe auf Serbisch Morddrohungen bekommen. Die haben meine Mutter beleidigt und was weiß ich alles. Ich habe die ganze Zeit mit denen gekämpft. Die Aktion, die zu meiner Gelben Karte geführt hat, war auch etwas übertrieben. Gelb war auf jeden Fall berechtigt, ich weiß nicht, ob es eine Rote Karte war", sagt Boyd, der in der 95. Minute schließlich das Tor zum 2:0-Endstand markierte.

    Boyd ringt nach Worten

    Dieses Spiel in Worte zu fassen und seine Gefühle zu erklären, war für den 21-Jährigen alles andere als leicht. "Es war einfach nur crazy. Ich fühle mich wie in einer eigenen Welt. Ich bin so froh, dass wir es geschafft haben", sagt Boyd.

    Es war einfach nur crazy. Ich fühle mich wie in einer eigenen Welt.

    Die Erleichterung ist jedenfalls riesengroß. "Nach der Derby-Pleite war es echt eng für uns. Wenn wir in der Europa-League auch noch rausgeflogen wären, wäre es ganz brenzlig geworden", ist sich Boyd sicher. "Jetzt haben wir es denen gezeigt, die uns in den letzten Tagen abgeschrieben haben. Wir freuen uns, dass wir in die Playoffs gekommen sind, dort wartet aber noch ein härterer Gegner."

    Rapid hat Luft nach oben

    Dort geht es gegen den griechischen Klub PAOK Thessaloniki. Die Spiele steigen am 23. bzw. 30. August. Doch bevor es in der Europa-League weitergeht, steht die schwere Auswärtspartie gegen Red Bull Salzburg auf dem Programm. "Wir fahren nicht nach Salzburg, um das Spiel zu verlieren. Unser Ziel ist es, Meister zu werden, auch wenn wir gegen die Austria einen Dämpfer erhalten haben."

    Dass Rapids Spiel auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial hat, steht außer Zweifel. Vor allem in der Offensive läuft es noch nicht nach Wunsch. Boyd hängt oft in der Luft, bekommt einfach zu wenig Bälle, deswegen muss er auch des öfteren auf die Seiten ausweichen.

    Unser Offensivspiel ist verbesserungswürdig, aber dass ich gar keine Vorlagen bekomme, würde ich nicht sagen.

    "In den letzten drei Spielen habe ich nicht getroffen, deswegen bin ich jetzt einmal froh, dass mir wieder ein Tor gelungen ist. Unser Offensivspiel ist verbesserungswürdig, aber dass ich gar keine Vorlagen bekomme, würde ich nicht sagen. Teilweise bekomme ich überragende Vorlagen. Es kommt schon alles. Man muss uns jetzt einfach auch noch ein bisschen Zeit geben."

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