Okotie Meine Mama wollte
 

Okotie: "Meine Mama wollte zuschauen ..."

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  • 22.04.2012 | 21:41 | (sport10)

    Rubin Okotie avancierte am Sonntag gegen Rapid zu Sturms "Man of the Match". Auf sport10.at spricht er über Beschimpfungen unter der Gürtellinie und erklärt seinen euphorischen Torjubel.

    Rapid hat am Sonntag beim Spitzenspiel gegen Sturm Graz im ausverkauften Hanappi-Stadion wichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel verspielt. Die Hütteldorfer mussten sich gegen die Grazer mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben, hauptverantwortlich dafür war ausgerechnet ein Ex-Austrianer. Rubin Okotie erzielte in Spielhälfte zwei den Ausgleichstreffer - unter gellendem Pfeifkonzert von den Rängen.

    Pfeifkonzert bei jeder Ballberührung

    "Das war schon ein sehr wichtiger Treffer. Für mich, aber natürlich auch für die Mannschaft", zeigte sich der 24-Jährige nach dem Schlusspfiff zufrieden. Eine Liebesbeziehung wird sich zwischen dem Österreicher und dem Rapid-Anhang - höflich ausgedrückt - wohl nicht mehr entwickeln, das war auch abseits des Treffers bei nahezu jeder Ballberührung des Stürmers lautstark zu hören.

    Ich bin das schon gewohnt, ich finde es nur schade, dass es teilweise sehr weit unter der Gürtellinie ist.

    "Ich bin das schon gewohnt, ich finde es nur schade, dass es teilweise sehr weit unter der Gürtellinie ist. Meine Mama wollte heute eigentlich zuschauen kommen, aber ich habe ihr davon abgeraten, weil ich schon gewusst habe, dass es Beschimpfungen geben wird", erklärte Okotie nach heißen 90 Minuten, die er am Ende aus persönlicher Sicht fast noch mit dem Siegtreffer gekrönt hätte.

    Okotie hatte zweiten Treffer auf dem Fuß

    "Dass ich den nicht gemacht habe, ist extrem bitter, weil ich es einfach schlecht gemacht habe. Ich hab' mir den Ball zu weit vorgelegt, normal mach' ich das Ding und dann gewinnen wir das Spiel", konnte sich Okotie trotz guter Leistung nicht zu 100 Prozent freuen. Für einen Torjubel reichte es am Sonntag aber trotzdem. Dieser fiel direkt vor der Westtribüne besonders euphorisch aus.

    Wenn dich das ganze Stadion über 90 Minuten lang derart beschimpft, dann musst du irgendwann auch eine Reaktion zeigen

    "Das war mehr oder weniger eine spontane Sache. Wenn dich das ganze Stadion über 90 Minuten lang derart beschimpft, dann musst du irgendwann auch eine Reaktion zeigen", erklärt Okotie seinen überschwänglichen Jubel direkt vor den Augen der verärgerten Rapid-Fans. Ob ihn die aufgeheizte Stimmung im Stadion besonders motiviert hat? "Nein, motiviert war ich sowieso", so der Ex-Austrianer.

    Perfekte Atmosphäre für den Stürmer

    "Die Topsiele sind allgemein immer sehr schön für mich, ich liebe diese Atmosphäre. Ich habe schon immer gegen starke Gegner meine besten Leistungen gezeigt." Zu einem unschönen Zwischenfall kam es dann rund eine Stunde nach dem Schlusspfiff. Auf dem Weg zum Mannschaftsbus wurde Okotie von einem Zuschauer, der danach entkommen konnte, tätlich angegriffen. Die Grazer erstatten Anzeige.

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