haette fuer deppert erklaert
 

"Man hätte uns für deppert erklärt..."

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  • 23.04.2012 | 08:26 | (sport10)

    Wer hätte das gedacht? Aufsteiger Admira greift nach der Europa League! Trainer Didi Kühbauer will noch nicht so recht daran glauben. Understatement vor dem großen Coup?

    Bei der Wiener Austria ist derzeit Feuer am Dach. Die Veilchen verloren am Samstag in Kapfenberg mit 0:1 - die Folge: aufgebrachte Fans, ein ratloser Trainer und eine enttäuschte Geschäftsführung. Und als wäre das allein noch nicht genug, ist auch der angestrebte Europacup-Platz in Gefahr. Aufsteiger Admira sitzt Viola im Nacken und liegt nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter den Hauptstädtern auf Rang vier.

    Die "depperte" Admira

    Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht? Fünf Runden vor Schluss hat der Aufsteiger noch immer Chancen aufs internationale Geschäft. "Man hätte uns vor der Saison für deppert erklärt, wenn wir gesagt hätten, dass wir in der 31. Runde punktegleich mit der Wiener Austria Vierter sind", sagte Trainer Didi Kühbauer nach dem 2:1-Sieg beim SV Mattersburg, durch den die Südstädter in der Tabelle einen Sprung nach vorne machten. Die Chance auf Europa ist da - doch beschäftigen will sich der Coach nicht damit. Noch nicht.

    Benjamin Sulimani hat sich im Training aufgedrängt. Ich konnte nicht mehr über ihn hinwegsehen.

    Viel lieber spricht Offensivapostel Kühbauer über die Leistung seiner Mannen, und die war im Burgenland trotz des Siegs gelinde gesagt ausbaufähig. In den ersten 45 Minuten lief spielerisch nicht viel zusammen - für "Don Didis" Ansprüche war das deutlich zu wenig: "Es war ein richtig müder Kick in der ersten Hälfte."

    Lob für Sulimani

    Erst Benjamin Sulimani riss seine Mannschaft aus der Lethargie. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff glich der Admiraner die Mattersburger Führung aus (46.). Es war sein dritter Bundesliga-Treffer im 21. Spiel. Kein herausragender Wert für einen Mann, der in der Aufstiegssaison 19 Mal erfolgreich war. "Ich find's super, dass er wieder trifft", sagte Kühbauer über seinen etatmäßigen Joker. Diesmal stand er in der Startformation - zum zweiten Mal in Folge. Kühbauer: "Benjamin hat sich im Training aufgedrängt. Ich konnte nicht mehr über ihn hinwegsehen."

    Nicht mehr am Platz stand Sulimani beim zweiten Tor seiner Mannschaft. Der 35-jährige Patrik Jezek besorgte nach einem Konter in der 81. Minute souverän den Siegtreffer. "Das ist seine Top-Qualität. In dem Alter muss er eiskalt sein", schmunzelte Kühbauer, der wieder auf einige Stammkräfte verzichten musste.


    Da geht's lang! Patrick Tischler zeigt Richtung Europa League.

    Knie-Arthroskopie bei Schwab

    Die Verletztenliste ist ellenlang: Mit Richard Windbichler, Christopher Dibon, Stephan Palla, Emin Sulimani, Rene Seebacher, und Stefan Schwab fehlten in Mattersburg nicht weniger als sechs Spieler. Keine ungewohnte Situation für Kühbauer, der in den letzten Wochen des öfteren Ausfälle kompensieren musste: "Wir spielen trotzdem mit. Deswegen bin ich super zufrieden mit dem Frühjahr.

    Stefan Schwab unterzog sich am Freitagabend übrigens einer Knie-Arthroskopie. Er kann erst in zwei bis drei Wochen mit dem Training beginnen. Die Saison ist damit gelaufen. Vielleicht trösten ihn seine Teamkollegen ja mit einem Platz in der Europa League...

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