Sturm beurlaubt Franco Foda
 

Foda: "Hätte gerne weitergearbeitet"

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  • 12.04.2012 | 14:22 | (sport10)

    Das war's! Sturm Graz beurlaubt Trainer Franco Foda. Der Deutsche muss wohl aufgrund der schlechten Ergebnisse in den vergangenen Wochen seinen Hut nehmen.

    Eigentlich wollte man Franco Foda bis zum Ende der Saison weitermachen lassen, auch wenn feststand, dass der Verein sich neu strukturieren wird und daher der auslaufenden Vertrag mit dem Deutschen, der die Grazer in den vergangenen Jahren zu einem Meistertitel und einem Cup-Sieg führte, nicht verlängert wird. Doch nach dem blamablen 2:4-Cup-Aus am Mittwoch gegen den letzten der ersten Division - Hartberg - haben die Grazer gehandelt.

    Foda wurde beurlaubt, muss die Grazer sieben Runden vor Schluss verlassen. Der Grund dürften wohl die schwachen Leistungen in den vergangenen Wochen gewesen sein. Darunter auch die blamable Leistung im ÖFB-Cup bei der 2:4-Pleite gegen Hartberg.

    Foda gegenüber der Kleinen Zeitung in einer Stellungnahme: "Nachdem mich Paul Gludovatz per SMS über einen Termin um 13.00 Uhr informierte, konnte man sich so etwas schon denken. Ich hätte gerne mit der Mannschaft weiter gearbeitet - wir sind nur drei Punkte hinter einem Internationalen Startplatz und ich bin mir sicher, dass wir diesen auch erreicht hätten. Man muss diese Entscheidung akzeptieren und auch respektieren, so ist nun einmal das Geschäft."

    "Das wird es unter Gludovatz nicht geben"

    "So wie wir am Mittwoch gespielt haben, das soll nicht mehr vorkommen. Das wird es unter Paul Gludovatz nicht mehr geben", sagt der aus dem Innviertel gekommene Geschäftsführer Sport und fügt hinzu: "Wir haben noch alle Chancen, einen internationalen Bewerb zu erreichen, daher sind wir der Meinung, dass wir mit neuen Kräften in die letzten sieben Spiele, von denen wir vier zu Hause austragen können, gehen sollen."

    Der bisherige Co-Trainer Thomas Kristl, Didi Pegam, der Trainer der Amateure, und sein dortiger Co-Trainer Günther Neukirchner werden das Training bis auf Weiteres interimistisch leiten. Den neuen Trainer soll es dann erst zur neuen Saison geben. "Bis Ende April, Anfang Mai will ich ein Trainerteam gefunden haben. Natürlich mit einem Headcoach an der Spitze. Ich bitte darum, nicht gedrängt zu werden", so Gludovatz. Namen wollte er keine nennen.

    "Überzeugung muss da sein"

    Wichtig ist dem 65-Jährigen: "Die Überzeugung muss da sein. Ich werde vor allem beratend mitwirken, nicht aber in der Trainingsarbeit." In den letzten Wochen machten bereits einige Namen die Runde. Markus Schopp, Darko Milanic und auch Walter Kogler wären mögliche Kandidaten. Keine Chancen auf das Amt dürfte gerüchteweise hingegen Peter Stöger haben.

    Der neue Mann auf der Trainerbank muss sich auch mit der aktuellen Spielphilosophie identifizieren können: "Es ist eine gewisse Spielphilosphie da. Wenn ich das Subsummiere und das an die Trainerkandidaten weitergebe, dann müssen sie mir sagen, ob das für sie passt oder nicht."

    Zahlreiche Verträge laufen aus

    Doch nicht nur ein neuer Trainer wird gesucht, auch neue Spieler sollen kommen, da bei den Grazern zahlreiche Verträge auslaufen. In den kommenden Tagen und Wochen wird sich Gludovatz daran machen, mit den Spielern zu sprechen. Auch der Kontrakt von Sturm-Legende Mario Haas läuft aus.

    "Wir werden mit Mario Haas eine Lösung suchen und hoffentlich auch finden. Wir können nicht sagen, wie es mit ihm weitergeht, da wir mit ihm noch nicht gesprochen haben", wirft Houben ein. In Graz stehen aufregende Wochen bevor.

    Wohin geht Foda?

    Franco Foda kann sich bereits jetzt auf die Suche nach einem neuen Verein begeben. Bei Red Bull Salzburg soll der Deutsche ja nach wie vor hoch im Kurs stehen. Und er selbst wäre durchaus auch gewillt, in die Mozartstadt zu wechseln.

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