Schweitzer: Vielleicht gehe ich zu Sturm

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  • 20.03.2012 | 08:01 | (sport10)

    Gemeinsam mit Michael Angerschmid übernimmt Gerhard Schweitzer per sofort das Amt des Chef-Trainers bei der SV Ried. sport10.at verriet er seine Zukunftsläne.

    In Ried war man darauf gefasst. Er schien lediglich eine Frage der Zeit zu sein. Und doch glich er letzten Endes einem Paukenschlag.

    Denn Paul Gludovatz' Wechsel zu Sturm Graz erwies sich ob des Zeitpunkts als veritable Überraschung. Nicht am Ende der Bundesliga-Saison. Nein, am Beginn einer englischen Woche.

    In Ried haben nun Gludovatz' bisherige Assistenz-Trainer, Michael Angerschmid und Gerhard Schweitzer, das Sagen. Zumindest bis Sommer.

    Denn die Innviertler verlautbarten in einer Aussendung am Montagnachmittag: "Schweitzer wird in der neuen Saison 2012/13 nicht als Cheftrainer zur Verfügung stehen."

    Warum dem so ist, schien zunächst ein offenes Geheimnis: Schweitzer ist nach wie vor nur "Nebenerwerbstrainer", arbeitete bis zuletzt 37 Stunden pro Woche beim oberösterreichischen Konzern Lenzing AG.

    Im Gespräch mit sport10.at bezeichnet er dies gar als seinen "Hauptberuf". Doch nicht nur deshalb befristet er seine Cheftrainer-Tätigkeit vorerst bis Sommer. "Es gibt vielleicht die Möglichkeit, dass ich zu Pauli nach Graz gehe", sagt Schweitzer.

    In welcher Position, verrät er nicht. Nur so viel: "Momentan kann man überhaupt nichts ausschließen." Für Dienstag sei ein ausführliches Gespräch mit Ried-Manager Stefan Reiter anberaumt. Darin werden letzte Einzelheiten für den weiteren Saisonverlauf festgelegt.

    Nicht zum ersten Mal Ried-Coach

    Schweitzer: "Für mich ist meine Bestellung überraschend gekommen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es in Graz so schnell über die Bühne geht."

    Schweitzer fungierte schon zwischen 2002 und 2003 sowie kurzzeitig im Juli 2008 als Head-Coach der Rieder. Mit ihm sowie mit Angerschmid sind Personen am Werk, die Gludovatz' Spiel- und Arbeitsphilosophie teilen.

    Nach dem schwachen Start in die Rückrunde sind die Oberösterreicher auf Rang fünf zürückgefallen. "Mittlerweile haben wir uns defensiv stabilisiert", so Schweitzer. "Aber im Angriffsdrittel müssen wir mehr Präsenz zeigen."

    Damit begründet Schweitzer auch die momentane Tor-Lethargie der Liga: "Die Kreativ-Spieler der letzten Jahre waren in den meisten Fällen Ausländer. Heute wird vermehrt auf Österreicher gesetzt. Und spielen die gut, sind sie bald weg."

    Dementsprechend offen sei auch der Ausgang, von Platz eins bis neun alles möglich: "Mit einer guten Serie können wir Meister werden. Mit einer schlechten Neunter. Mein Ziel ist die Erreichung eines Europacup-Platzes."

    Mit Ried, wohlgemerkt.

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