Foda scharf Doppelfunktion
 

Foda: "War nie scharf auf Doppelfunktion"

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  • 19.03.2012 | 13:56 | (sport10)

    Franco Foda wird den SK Sturm Graz mit Saisonende verlassen. Das gab der amtierende Meister im Zuge einer Pressekonferenz bekannt. PLUS: Gludovatz ist neuer Geschäftsführer.

    Der SK Sturm Graz hat Ende der vergangenen Woche bei einer Vorstandssitzung richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Wie der amtierende Meister am Montag im Zuge einer Pressekonferenz bekanntgab, hat sich der Klub dazu durchgerungen, mit der Sturm Sportbetriebe GesmbH eine zweite GesmbH einzuführen, die am 16. April gegründet und Ende Juni 2012 eingegliedert wird.

    "Aufbau und Planung obliegen Gludovatz"

    Geschäftsführer dieser GesmbH ist Paul Gludovatz (gemeinsam mit Christopher Houben), der in den kommenden Tagen in der steirischen Hauptstadt einen Vertrag unterschreiben wird. "Aufbau und Planung der nächsten Saison obliegen Gludovatz", erklärte Präsident Christian Jauk. Resultat der neuen Strukturen ist zudem auch die Ablöse von Trainer Franco Foda. Der Deutsche wird den SK Sturm mit Saisonende nach 15 Jahren definitiv verlassen. Wer Nachfolger des Meistertrainers wird, steht derzeit noch nicht fest.

    "Franco Foda ist eine Legende"

    "Franco Foda ist eine Legende, und die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Die Entscheidung ist nicht gegen Foda, sondern für das neue Modell gefallen", betonte Präsident Jauk, der sich ausdrücklich bei Foda bedankte und darauf verwies, dass der Zeitpunkt dieser Pressekonferenz in keinster Weise mit den sportlichen Leistungen der vergangenen Wochen zusammenhänge.


    Foda präsentierte sich äußerst entspannt: "Schön, das heute so viele Menschen da sind. Das zeigt, dass wir hier viel erreicht haben. Sonst wären nicht so viele da. 15 Jahre bei Sturm Graz - da habe ich alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Erster Meistertitel im neuen Stadion, Trainer im Konkursjahr. Das sind Dinge, die werde ich immer in Erinnerung behalten."

    Zahlreiche Verhandlungen mit Foda

    Der baldige Ex-Coach weiter: "Sturm hat immer einen Platz in meinem Herzen. Sowas vergisst man nicht. Meine Familie wird in Graz bleiben und ich hoffe, dass ich Sturm in der Zukunft oft besuchen werde können. Meinem Nachfolger wünsche ich viel Glück. Er wird ein Feld vorfinden, das intakt ist. Die Person Foda ist nicht so wichtig", so der Deutsche, dessen Team zuletzt nur äußerst selten überzeugen konnte.

    Meinem Nachfolger wünsche ich viel Glück. Er wird ein Feld vorfinden, das intakt ist. Die Person Foda ist nicht so wichtig.

    Wie konkret mit Foda verhandelt wurde? "Wir haben mit Foda vieles besprochen, was die Zukunft des Vereins betrifft. Er hat nicht nur ein Konzept präsentiert. Er war immer eine ernsthafte Option. Ich persönlich glaube, dass es für beide Teile so leichter ist. Auch Veränderungen und Neuausrichtungen im sportlichen Bereich sind notwendig", erklärte Jauk.

    Foda will zurück auf die Erfolgsstraße

    Auch Foda betonte, dass es zuletzt viele Gespräche gab: "Ich will festhalten, dass ich nicht von mir aus zum Herrn Jauk gegangen bin, um mich als Trainer und Geschäftsführer vorzustellen. Jauk hat mich gefragt und ich habe 'ja' gesagt. Letztendlich war es dann so, dass wir uns nicht einigen konnten. Es gab zu viele unterschiedliche Tendenzen. Das ist im Fußball so, das muss man akzeptieren. Wir gehen im Guten auseinander, das möchte ich betonen. Ich war nie scharf auf die Doppelfunktion."

    Wir gehen im Guten auseinander, das möchte ich betonen. Ich war nie scharf auf die Doppelfunktion.

    Wie es um die Ziele bis Saisonende steht? "Ich wünsche mir, dass wir mit der Mannschaft bis zum Ende der Saison wieder in die Spur kommen. Vielleicht war das heute ein wichtiger Schritt. Sie können sich neu beweisen. Das ist eine wunderbare Konstellation für mich als Trainer. Ich werde alles geben bis zum letzten Tag meines Vertrages. Ich habe meine Ziele immer erreicht, nur eines nicht: Die Champions-League-Quali. Das ist noch mein Ziel und das war meine Intention, in Gespräche zu gehen."

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